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Die Schufa-Unternehmensauskunft: So schützen Sie sich vor Zahlungsausfällen

Lesezeit: 2 Minuten Die Freude über den Großauftrag ist erst einmal groß. Ausmaß und Dauer könnten für eine lange Zeit alle Kapazitäten binden und die Notwendigkeit der zeitraubenden Akquise von Neukunden fiele auch weg. Allerdings kennen Sie den neuen Geschäftspartner nicht. Eine Schufa-Unternehmensauskunft hilft Ihnen in diesem Fall effektiv weiter. Sie gibt Ihnen einen guten Einblick in die Struktur und vor allem die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens, mit dem Sie zukünftig zusammenarbeiten wollen. Und vermindert so Ihr wirtschaftliches Risiko. Welche Informationen die Schufa-Unternehmensauskunft enthält und wie Sie sie bekommen, lesen Sie im folgenden Beitrag.

2 min Lesezeit
Die Schufa-Unternehmensauskunft: So schützen Sie sich vor Zahlungsausfällen

Die Schufa-Unternehmensauskunft: So schützen Sie sich vor Zahlungsausfällen

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Was ist eine Schufa-Unternehmensauskunft?

Vergleichbar durchaus mit der Datensammlung zu Privatpersonen speichert die Schufa (Schutzgemeinschaft für die allgemeine Kreditsicherung) als größte deutsche Wirtschaftsauskunftei auch Angaben zu Unternehmen. Nach aktuellem Stand sind in ihren Archiven rund sechs Millionen Firmen, Dienstleister, Kleingewerbetreibende und Selbstständige gelistet. Die Schufa-Unternehmensauskunft skizziert mit ihren Angaben ein Profil dieser Unternehmen, das besonders in den Bereichen Zahlungsmoral und Zahlungsverhalten geschärft ist. Zu den Basisdaten der Schufa-Unternehmensauskunft gehören:

  • vollständiger Firmenname plus Rechtsform,
  • Unternehmensführung und Geschäftssitz,
  • Geschäftsgegenstand,
  • Umsatz und Anzahl der Mitarbeiter,
  • Handelsregisterinformationen,
  • Bilanzangaben,
  • Bonitätsinformationen aus vergangenem Zahlungsverkehr,
  • falls vorhanden: Insolvenzangaben,
  • eventuelle Verflechtungen mit anderen Unternehmen.

Bitte beachten Sie: Um eine Schufa-Auskunft über eine Firma oder einen Betrieb zu erhalten, müssen Sie der Auskunftei gegenüber ein berechtigtes Interesse nachweisen. In aller Regel reicht die beabsichtigte Anbahnung einer Geschäftsbeziehung dazu aus.

Kreditwürdigkeit von Unternehmen: Ampelsystem statt Schufa-Score

Die Schufa-Unternehmensauskunft listet, wie erwähnt, insbesondere negative Einträge aus dem bisherigen Zahlungsverhalten des Unternehmens auf. Im schlimmsten Fall sind beispielsweise gerichtliche Mahnverfahren, Zwangsvollstreckungen und/oder eine Insolvenz vermerkt. Während die Schufa für Privatpersonen jedoch den sogenannten Schufa-Score erstellt, der eine elementare Rolle beispielsweise bei der Kreditvergabe der Banken spielt, sieht das bei einer Schufa-Unternehmensauskunft etwas anders aus: Hier folgt die Einschätzung der Kreditwürdigkeit einem Ampelsystem mit einem Spektrum von 100 bis 600. Je niedriger der Zahlenwert, desto „grüner“ ist das Unternehmen, desto besser sein Zahlungsverhalten. Umgekehrt müssen Firmen im roten Bereich als ausgesprochen anfällig für Zahlungsausfälle und/oder Zahlungsschwierigkeiten eingeschätzt werden. In diesen Fällen, also bei hohen Zahlenwerten, haben Sie allen Grund, misstrauisch zu werden.

Wie funktioniert das Einholen einer Schufa-Unternehmensauskunft?

Vorab: Die Schufa ist keine soziale Einrichtung, sondern ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen. Das bedeutet: Die Schufa-Unternehmensauskunft ist nicht kostenlos. Sie müssen als Firmenkunde zunächst mit der Schufa einen Vertrag schließen, um Auskünfte über Dritte anfordern zu können. Die Beitragshöhe richtet sich dabei nach dem „Paket“, das Sie bei der Schufa wählen. Diese „Pakete“ unterscheiden sich in der Anzahl der Auskünfte, die Sie monatlich benötigen, und der Tiefe der Angaben, also wie detailliert die Informationen sein sollen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, mit der Schufa ein individuelles Angebot auszuhandeln, das speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten. Offizielle „Preislisten“ veröffentlicht die Schufa ohnehin nicht.
Für eine einmalige Schufa-Unternehmensauskunft müssen Sie als Firma, Dienstleister oder Selbstständiger ebenfalls Vertragspartner der Schufa werden. Dies ist über das Online-Portal der Schufa problemlos möglich. Sie tragen dann nur die Kosten für die konkrete Auskunft zur Zuverlässigkeit und Bonität Ihres potentiellen Geschäftspartners.

Lohnen sich die Kosten für eine Schufa-Unternehmensauskunft?

In aller Regel ja. Insbesondere für kleinere Unternehmen, Startups und Selbstständige können Geschäftspartner, die immer erst nach Anmahnung zahlen oder, schlimmer noch, ihre Rechnungen gar nicht begleichen, schnell existenzgefährdend werden, weil sie nun selbst in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Aber auch größere Unternehmen stecken den Zahlungsausfall bei einem größeren Projekt nicht unbedingt unbeschadet weg. Die Schufa-Unternehmensauskunft ist daher ein wichtiger Pfeiler im Risikomanagement. Und: Im Rahmen der verstärkten Bekämpfung von Geldwäsche sind Sie als Unternehmer überdies qua Gesetz verpflichtet, den Compliance-Status Ihrer Geschäftspartner zu überprüfen. Auch dabei hilft die Schufa-Unternehmensauskunft.

Fazit

Eine Schufa-Unternehmensauskunft verschafft Ihnen vor dem Abschluss eines Vertrages oder der Anbahnung einer längerfristigen Geschäftsbeziehung einen guten Überblick über die Struktur, die Bonität und die Zahlungsmoral Ihres neuen Kunden oder Geschäftspartners. Damit verfügen Sie über fundiertes Wissen, dass Sie vor Forderungsausfällen und allen damit einhergehenden, negativen Konsequenzen schützen kann. Es empfiehlt sich daher dringend, das große Datenvolumen, das hinter jeder Schufa-Unternehmensauskunft steckt, für die eigenen Zwecke zu nutzen.

Bildnachweis: blende11.photo / stock.adobe.com

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