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Die richtigen Lerntechniken im Sprachunterricht anwenden

Lesezeit: 2 Minuten Viele lernungewohnte Sprachlerner, die antreten, um eine Zweitsprache im Ausland zu lernen, sehen sich in einer Unterrichtssituation zunächst einmal komplett überfordert. Was für Sie als Lehrer als selbstverständlich erscheint, muss für diese Personengruppe jedoch erst methodisch mit den richtigen Lerntechniken im Sprachunterricht vermittelt werden. Nehmen Sie sich also Zeit für alles, was dem eigentlichen Sprachenlernen vorausgeht.

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Die richtigen Lerntechniken im Sprachunterricht anwenden

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Lerntechniken im Sprachunterricht: Die Perspektive wechseln

Wechseln Sie die Perspektive, wenn Sie mit Lernungewohnten zusammen arbeiten und versuchen Sie herauszufinden, an welche Lern- und Arbeitstechniken Sie sie noch heranführen müssen, um sicherzustellen, dass diese Teilnehmer nicht unwiderruflich vom Sprachunterricht abgekoppelt werden.

Neben für Sie selbstverständlich erscheinenden Arbeitsvorgängen wie
Arbeitsmittelbeschaffung (Hefte, Bücher), Erledigen von Hausarbeiten
(Kontrolle!), Mit- oder Abschrieb während des Unterrichts (Überprüfung
durch Sie als Lehrer), sollte es in Ihren ersten Kursstunden vor allem
darum gehen, zu erklären, wie die Kursbücher, Wörterbücher und
Arbeitsbücher "funktionieren".

Erklären Sie Abkürzungen
(insbesondere in Wörterbüchern), Arbeitsanweisungen (auch
Symbolbedeutungen) und sämtliche Zeichen, die in Arbeitsmaterialien zur
Orientierung eingesetzt werden. Wo findet der Teilnehmer was im
Lehrbuch? Wo sind Grammatikübersichten, wo gibt es Vokabelerläuterungen?

Schlechte Lerntechnik im Sprachunterricht: Tabellen und Co.

Tabellen und schematische Darstellungen von grammatischen Inhalten sollten mit Vorsicht verwendet werden. Lernungewohnte Sprachlerner sind meist nicht zugänglich für derartig abstrakt sortiertes Wissen. Sie können dieser komprimierten Wissensvermittlung unter Umständen nur sehr wenig Nutzen abgewinnen und sie sind einfach zu wenig damit vertraut.

Auch hier wieder: Perspektivwechsel: Was für uns ein "Ordnungs"-Bedürfnis ist, verwirrt Lernungewohnte eher. An dieser Stelle ist kreative Methodik, bei der der Lerner viel mehr selbst auf unbewusstem Weg regelhafte Zusammenhänge erkennt und nachvollzieht, gefragt. Hierzu eignen sich idealerweise spielerische Übungsaufbauten. Diese Lernmethodik erkennt an, dass das Spielen die älteste Form des Lernens darstellt, für die sich auch lernungewohnte Teilnehmer öffnen können.

Zum Thema Wörterbücher: Erklären Sie den Sinn und den Gebrauch eines ein- oder mehrsprachigen Wörterbuchs. Und gehen Sie vor allem nicht davon aus, dass jeder so ein Buch automatisch besitzt und weiß, wie man es benutzt. Es ist eine Kulturtechnik, die nicht in allen Kulturen bekannt ist und daher explizit methodisch erklärt werden muss.

Wenn Sie die Lerntechniken im Sprachunterricht bei lern- oder bildungsungewohnten Teilnehmern überspringen, werden Sie im späteren Kursverlauf nur mit sehr viel Glück sprachliche Erfolge bei diesen Teilnehmern haben. Investieren Sie daher in Lerntechniken, bevor Sie durchstarten!

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