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Die professionelle Zielplanung: So klappt’s

Lesezeit: 3 Minuten Neben der Analyse- und Kontrollfunktion besteht ein professionelles Controlling aus Bausteinen, die sich mit Zielen und Maßnahmen beschäftigen: Zielsuche, Maßnahmenplanung und schließlich Zielerreichung. Wie Sie in Ihrem Unternehmen mit der Zielfindung und Zielplanung umgehen sollten, erfahren Sie hier.

3 min Lesezeit
Die professionelle Zielplanung: So klappt's

Die professionelle Zielplanung: So klappt’s

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Erfolgreicher mit Zielen

Klare und verständliche Ziele, verbindlich in schriftlicher Form dokumentiert und wenn möglich kommuniziert, sind erheblich für Ihren Erfolg verantwortlich. Das ist eindeutig bewiesen und bedeutet im Umkehrschluss, dass Menschen im Allgemeinen und vor allem Unternehmer ohne verbindliche Ziele auch entsprechend weniger erfolgreich sind.

Ziele vorgeben

Vorgaben müssen sein, aber Vorsicht: Übertreiben Sie es nicht! Geben Sie Vorgaben zur Orientierung bei der Zielplanung, die sich an Realitäten orientieren und bekannt sind – qualitative und quantitative Ziele zum Beispiel oder Marktentwicklungskennziffern. Hüten Sie sich vor direkten und unantastbaren Zielvorgaben, dann ersparen Sie sich viele unnütze Diskussionen sowie höchstkreative Entschuldigungen, warum diese nicht erreicht werden konnten. Wenn sich Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Zielen identifizieren sollen, dann lassen Sie diese auch selbst die Ziele planen.

Analyse: Basis für Ziele

Realistische Ziele werden nicht bestimmt oder verordnet, sie bedürfen der Planung auf Basis einer sorgfältigen Analyse. Nur dann kann erwartet werden, dass sie ernst genommen und inhaltlich auch motiviert angestrebt werden.

Quantitative und qualitative Ziele sind gleichberechtigt

Nicht nur Umsatz, Produktivität, Rendite, Ergebnis, messbare Zielgrößen bestimmen den Planungsprozess. Genauso wichtig sind qualitative Ziele, etwa zu Innovationen, Ablaufverbesserungen usw.

Klare Zielformulierung

Wichtig ist, dass jedes Ihrer Ziele klar formuliert ist. Je klarer und eindeutiger, desto besser! Dazu gehören inhaltlich messbare Zielzustände auf z.B. folgende Fragen:

  1. Was genau wird im Ergebnis erreicht sein?
  2. Woran wird das objektiv zu messen sein?
  3. Bis wann genau wird dieses Ergebnis erreicht sein?

Sie merken es an der Formulierung: Versuchen Sie in Ihrer Wortwahl, Ihre Ziele so zu formulieren, als wenn Sie diese bereits erreicht haben.

Übergeordnete Ziele der Unternehmensführung

Diese bestimmen sich aus der Entwicklung der Vergangenheit, den generellen Chancen aus der Analyse, der Marktentwicklung sowie den allgemeinen Randbedingungen zu dieser. Sie dienen der grundsätzlichen Orientierung und sind nicht mit einer Vorgabe zu verwechseln!

Lassen Sie Ihren Verantwortungsbereich individuell planen

An diesen übergeordneten Zielen orientiert sich die Zielplanung einzelner Verantwortungsbereiche. Initiieren und fördern Sie den Zielplanungsprozess Ihrer verschiedenen Fach- und Geschäftsbereiche.

Trennen Sie die Fachbereiche

Da in jedem Unternehmen unterschiedliche Aufgaben mit vollkommen unterschiedlichen Inhalten anzutreffen sind, trennen Sie bitte in der Analyse und Zielplanung die wichtigsten Funktionen. Beispiel: Die Grundfunktionen Verkauf, Produktion und Technik, Verwaltung.

Ziele herunter brechen

Große Ziele alleine nutzen zunächst im praktischen Alltag nichts, sie sind weit weg von den Mitarbeitern selbst. Deshalb ist es wichtig, sie in kleine Ziele, sogenannte Subziele, zu zerlegen.  Dies gilt auch für die einzelnen Verantwortungsbereiche.

Ziele personalisieren

Wenn möglich, brechen Sie mit Ihren Mitarbeitern die erarbeiteten Ziele sogar auf die Arbeitsplätze herunter. Damit involvieren Sie direkt Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun ihre eigene, persönliche Zielplanung erarbeitet haben.

Zielvereinbarungen

Damit schaffen Sie eine personalisierte Basis, um individuelle Zielvereinbarungen mit Ihren Verantwortlichen und diese wiederum mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu treffen. Das gibt dem ganzen Prozess eine hohe, individuelle Verbindlichkeit.

Thematisieren und kommunizieren

Um Ziele immer wieder gezielt in Erinnerung zu bringen und wichtig zu machen, ist es notwendig, sie möglichst realitätsnah und konkret zu definieren. Das alleine genügt noch nicht! Ziele wollen im Alltag immer wieder thematisiert werden, und dies möglichst bei jeder sich in der Praxis ergebenden Gelegenheit. Dann nämlich setzen sie im Unternehmen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Energien frei und wirken motivierend auf sie.

Gelegenheiten zur Kommunikation suchen und finden

Ob im Tagesgeschäft, etwa bei der Durchsprache von Projekten, in Arbeitsgesprächen, in speziellen Zielworkshops, im regelmäßigen Wochengespräch mit der ganzen Abteilung. Vor allem aber im persönlichen Führungsgespräch. Überall kann über Ziele gesprochen werden. Nutzen Sie aktiv die sich Ihnen bietenden Gelegenheiten, um Ihren Fokus und den Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder auf die Erreichung der geplanten Ziele zu konzentrieren.

Tun entscheidet über Ihren Erfolg!

Das alles nur zu wissen nutzt Ihnen nichts! Die Praxis zeigt, dass nur weniger als 20 Prozent der Unternehmer mit weniger als 20 Mitarbeitern überhaupt planen und damit Ziele haben. Gehören Sie nicht dazu und gehen Sie Ihren Erfolg aktiv an!

Freundliche Grüße aus Krefeld und viel Erfolg bei der Umsetzung wünscht Ihnen

Theo van der Burgt

Bildnachweis: raisondtre / stock.adobe.com

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