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Die personenbedingte Kündigung

Lesezeit: < 1 Minute Wann der Arbeitgeber zur personenbedingten Kündigung greifen darf, und welche Gründe er haben kann, lesen Sie bei experto.de in diesem Beitrag.

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Die personenbedingte Kündigung

Die personenbedingte Kündigung

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Zur personenbedingten Kündigung greift der Arbeitgeber, wenn

  • persönliche Eigenschaften oder Fähigkeiten des Arbeitnehmers nicht oder nicht mehr vorliegen,
  • durch die er die geschuldete Arbeitsleistung nicht erbringen kann.

Ein Hauptanwendungsfall ist die krankheitsbedingte Kündigung. Da der Arbeitgeber nicht das Verhalten des Arbeitnehmers angreift, ist hier keine Abmahnung erforderlich.

Kündigungsgründe können auch sein:

  • Alkoholsucht,
  • fehlende Arbeitserlaubnis,
  • fehlende Berufserlaubnis,
  • Fahrerlaubnisentzug,
  • fehlende Eignung.

Eine krankheitsbedingte Kündigung kann der Arbeitgeber aussprechen wegen

  • einer lang anhaltenden Krankheit,
  • häufiger Kurzerkrankungen und/oder
  • krankheitsbedingter Leistungsminderungen.

Der Arbeitgeber muss dann spätestens in einem gerichtlichen Verfahren nachweisen, dass

  • erhebliche krankheitsbedingte Fehlzeiten in der Vergangenheit vorgelegen haben,
  • die zu erheblichen betrieblichen Störungen führten, und
  • die weitere Gesundheitsprognose negativ ist.

Eine Fehlzeitenquote von mehr als 6 Wochen im Durchschnitt der letzten 2 Jahre ist nach der Rechtsprechung unbedingt erforderlich.

Die Kündigung muss für den Arbeitgeber das letzte Mittel sein. Er hat eine Interessenabwägung unter Berücksichtigung von Lebensalter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Krankheitsursache sowie dem bisherigen Verlauf des Arbeitsverhältnisses vorzunehmen.

Außerdem ist ohne den Versuch des betrieblichen Eingliederungsmanagements nach § 84 Abs. 2 SGB IX eine krankheitsbedingte Kündigung in der Regel unverhältnismäßig, sozialwidrig und damit unwirksam.

Bildnachweis: Stockfotos-MG / stock.adobe.com

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