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Die perfekte Unternehmens-Broschüre: 6 Tipps für Ihre Druckerzeugnisse

Lesezeit: 4 Minuten Die zunehmende Digitalisierung könnte den Anschein erwecken, dass Druckerzeugnisse an Bedeutung verlieren. Das Gegenteil ist der Fall: In Zeiten von Internet, E-Mail-Marketing und Smartphone-Applikationen sehnt sich die Kundschaft abseits der digitalen Werbeflut wieder vermehrt nach echten Werten zum Anfassen. Print ist deshalb keinesfalls eine rückläufige Branche.

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Die perfekte Unternehmens-Broschüre: 6 Tipps für Ihre Druckerzeugnisse

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Unternehmen, die ihre Druckerzeugnisse clever gestalten und zielgerichtet einsetzen, können potenzielle Kunden damit sogar wesentlich effektiver überzeugen als mit E-Mail-Werbung oder Anzeigen in sozialen Netzwerken. Doch was ist hinsichtlich Formaten, Inhalten und Druck für eine effiziente Realisierung entscheidend? Dieser Ratgeber dient der Orientierung und thematisiert einige wichtige Faktoren.

1. Das Papier

Die Bedeutung der Papierwahl wird von vielen Betrieben beim Konzipieren von Katalogen, Flyern, Broschüren, Visitenkarten und vielen weiteren Drucksachen massiv unterschätzt. Dabei spielt die Haptik eine entscheidende Rolle. Sie entscheidet neben dem Design oft in Sekunden darüber, ob ein Verbraucher das Produkt interessant findet und sich dazu entschließt die Inhalte zu lesen, oder es gelangweilt weglegt. Der Konsument sehnt sich aufgrund der immer virtueller werdenden Welt nach greifbarer Werbung.

Papier hat hier entscheidende Vorteile. Eine Broschüre mit griffigem Papier, Visitenkarten mit spannenden Prägungen und Kataloge aus exklusivem Material können heute den Unterschied machen. Wer sich von der Masse abheben will, achtet bei der Auswahl des Papiers sowohl auf Oberflächenstruktur, Gewicht, Form und Temperatur. Denn auch ein einfaches Stück Papier kann Wärme, Kälte, Qualität und Kreativität ausstrahlen. Sind alle Elemente sinnvoll ausgewählt, prägt die Haptik den Inhalt von Druckerzeugnissen positiv und unterstreicht dessen Kernaussagen.

Nicht zu vergessen das Thema Nachhaltigkeit. Immer mehr Verbraucher achten auf ökologisch sinnvolle Produkte. Betriebe, die für Kataloge, Broschüren und Co. umweltfreundliche Alternativen verwenden, punkten zusätzlich.

2. Das Format

Die standardisierten Formen von Druckerzeugnissen haben sich beim Konsumenten längst eingeprägt. Werbung, die auffallen und begeistern soll, muss daher anders sein als die Masse. Mit dem Format lässt sich der erste Eindruck konsequent optimieren. Rautenförmige, dreieckige oder runde Druckartikel wirken ungewöhnlich auf den Verbraucher und genau deshalb lässt sich mit solchen außergewöhnlichen Formaten wesentlich mehr Aufmerksamkeit erregen.

3. Das Design

Bei der Gestaltung von Druckartikeln ist das Corporate Design ein elementarer Faktor. Der Wiedererkennungswert muss mit einem einheitlichen Auftritt auf ein Maximum angehoben werden, um den Einsatz von Druckartikeln erfolgreich zu machen. Crossmediale Denkweisen sind beim Design genauso wichtig wie beim Text. Steht kein interner Grafiker zur Verfügung, sollte die Investition in einen Fachmann nicht gescheut werden. Eine professionelle Agentur weiß, wie sie ein Unternehmen mit Grafiken, Bildern und Farben gekonnt inszeniert.

Weitere Informationen zum Corporate Design sind in diesem Beitrag zu finden.

4. Der Text

Beim Inhalt von Broschüren, Flyern und Katalogen werden die meisten Fehler gemacht. Zu viel Text, ein Übermaß an Farben und ungünstige Schriften sind nur einige der Negativbeispiele. Die folgende Tabelle fasst einige Tipps zusammen:

ElementTipp
SchriftartenInsbesondere bei Flyern oder Broschüren sollten sich Gestalter auf maximal zwei Schriftgrößen beschränken. Das wirkt ruhiger und übersichtlicher. Die Schriften müssen gut lesbar sein.
AnspracheOb ein Leser mit Sie oder Du angesprochen wird, hängt von der Zielgruppe ab. Während ein Luxushotel mit der Höflichkeitsform bestens beraten ist, darf ein Start-up, das Trendgetränke für junge Erwachsene produziert, seine Kundschaft duzen, um sie angemessen anzusprechen.
ZielBevor die Texterstellung startet, sollten sich Gestalter von Drucksachen darüber im Klaren sein, welches Ziel mit dem Ergebnis erreicht werden soll. Was soll der Kunde erfahren? Warum sollte der Leser die Broschüre, das Magazin oder den Flyer überhaupt in die Hand nehmen? Welche Kernaussagen sollen vermittelt werden?
Weitere InformationenDruckartikel müssen in erster Linie eines: Aufmerksamkeit erregen. Zu viel Text ist zu meiden, stattdessen sollte der Leser schnell und komfortabel erfahren, worum es geht und wo er weitere Informationen erhält.

5. QR-Codes integrieren

Die digitale Welt sollte auch bei Druckartikeln nicht gänzlich vernachlässigt werden. Mit QR-Codes lässt sich eine sinnvolle Verbindung zwischen Digital und Print aufbauen. Die potenziellen Möglichkeiten, die mit diesen Codes einhergehen, sind vielen Unternehmen noch gar nicht bewusst. Dabei lassen sich zum einen zusätzliche Informationen für den Leser des Druckartikels zielorientiert bereitstellen, zum anderen ermöglichen die Codes die Besucherzahlen auf der Internetpräsenz des Betriebs anzukurbeln. Wie QR-Codes richtig verwendet werden, hat die Digitalagentur Webmatch online zusammengefasst.

6. Der Druck – Sinnvoll produzieren lassen

Welches Druckverfahren am besten geeignet ist, hängt von der benötigten Auflage ab. Die beste Druckqualität bei niedrigen bis mittleren Auflagen erzielen Unternehmen, die das Bogendruckverfahren nutzen (eine ausführliche Beschreibung des Verfahrens finden Sie beispielsweise hier auf der Internetseite des Druck- und Mediendienstleisters Neef + Stumme). Diese Drucke können noch weiter aufgewertet werden, zum Beispiel durch Druckveredelungen und Sonderfarben. Bei größeren Auflagen bietet der Offsetdruck maximale Flexibilität. Für effektvolle Veredelungsformen wie dem Einsatz von Strukturlacken ist stattdessen der Siebdruck die bessere Wahl.

Der Digitaldruck erlaubt es auch aufwändige Kataloge zu angemessenen Preisen zu drucken. Mit modernster Software können Unternehmen bei erfahrenen Druckereien beispielsweise auch einen Katalog für mehrere Zielgruppen individuell erstellen und anschließend bequem in Auftrag geben. Leuchtende Farben, handliche Formate und durchdachte Texte begünstigen hierbei Kaufimpulse gleichermaßen wie bei kompakten Broschüren.

Generell lohnt sich bei der Produktion von Druckartikeln explizit auf kreative Lösungen zu setzen. Der moderne Verbraucher ist heute nicht mehr so einfach zu überzeugen wie vor zwanzig Jahren. Nachhaltig wahrgenommen, werden nur Diejenigen, die es verstehen sich clever in Szene zu setzen. Die folgende Liste nennt einige Beispiele für beeindruckende Lösungen:

  • Nachtleuchtfarben: Einige Druckereien haben sie im Angebot, die Farben, die bei Dunkelheit leuchten. Phosphoreszierende Farben speichern hier die UV-Strahlen.
  • Duftfarben: Soll für Parfum, Lebensmittel oder ähnliches geworben werden, bieten Duftfarben die Chance ein weiteres Sinnesorgan des potenziellen Kunden anzusprechen. Durch Reibung werden Duftstoffe freigesetzt.
  • Blindprägung: Perfekt um die haptische Wahrnehmung zu verstärken. Schriften oder Motive können in Papier eingelassen werden und sind anschließend mit dem Tastsinn „erkennbar“.

Fazit:

Druckerzeugnisse sind heute vielleicht mehr denn je ein leistungsstarkes Werkzeug zur Kommunikation, um sich aktiv von Mitbewerbern abzugrenzen. Werden Texte, Formate, Materialien und Designs perfekt aufeinander abgestimmt und mit einem Höchstmaß an Kreativität in eine aussagekräftige Einheit verwandelt, können Drucksachen merkbar zum Unternehmenserfolg beitragen.

Bildquellen:
1. Bild: © kaboompics / pixabay.com
2. Bild: © markusspiske / pixabay.com
3. Bild: © Unsplash / pixabay.com
4. Bild: © chris6 / pixabay.com

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