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Die moderne Hausfrau: Einst die Arbeiterhausfrau

Lesezeit: 2 Minuten Die moderne Hausfrau gründet sich auf ein Bild der Hausfrau, was längst überholt ist. Doch statt eines Wandels dieses Hausfrauenbildes kam die scheinbar vollständige Verdrängung, wie sie heute gegeben scheint. Noch vor einigen Jahren konnte man in einem Zeitungsartikel lesen: "Die beste Mutter ist heute keine, die sich aufopfert, sondern eine, die mit sich selbst in Harmonie lebt."

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Die moderne Hausfrau: Einst die Arbeiterhausfrau

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Änderung des Hausfrauenbildes
Das Hausfrauenbild hat sich zwar verändert, aber noch immer beherrschen alt eingefahrene Bilder vielfach das Bewusstsein der Menschen. Welcher Mann wünscht sich nicht eine solch tugendhafte Frau, wie sie in dem Buch "Das häusliche Glück" (siehe Artikel) gefordert wird?

Vieles von dem, was damals von einer Arbeiterhausfrau verlangt wurde, existiert als Vorstellungen noch heute in den Köpfen – nicht nur bei den Männern. Zum Beispiel erzählte mir eine Frau folgendes: Als sie sich scheiden lassen wollte, entgegnete ihr Mann, dass der Wunsch zur Scheidung ihr doch nur von ihren Freundinnen eigeredet sei.

Auch heute noch existiert die Vorstellung, dass eine Frau zu Entscheidungen alleine nicht in der Lage ist. Nur, weil sie in diesem Sinne unfähig ist, braucht sie den Zuspruch "geschwätziger Freundinnen". Auch wird von Frauen noch immer viel mehr Nachsicht, Hingabe und Aufopferung erwartet, als von Männern.

Unsere Vorfahren verlangten Unmenschliches von Hausfrauen
Mich haben die "Gebote", wie sie im Artikel "Das häusliche Glück" geschildert wurden, sehr betroffen gemacht, als ich sie zum ersten Mal las. Mit diesen Geboten wurde nahezu Unmenschliches von unseren Vorfahrinnen verlangt! Stellt man sich einmal die Armut, den Dreck und die Not vor, welche zur Jahrhundertwende (19./20. Jhd.) noch herrschten, so erhalten die Aufforderungen ihre besondere Dimension.

Gerade die Arbeiter lebten in teilweise nicht menschenwürdigen Unterkünften. Viele Familien lebten in nur einem Zimmer. Es gab keine sanitären Einrichtungen wie heute, es gab keine Kanalisation, keine maschinellen Hilfsmittel usw.

Von was für einer Partnerschaftsvorstellung gingen solche Vorstellungen aus? Die Frau sollte sich dem Partner völlig unterordnen, ohne eigenen Willen, ohne eigene Persönlichkeit. Sie sollte die Fehler ihres Mannes hinnehmen und es wurde nicht gefragt, was geschah, wenn er ihre Fehler nicht ertrug.

Die Frau sollte offen und aufrichtig gegenüber ihrem Mann sein und es wurde nicht gefragt, was geschehen sollte, wenn er sie hinterging. Was für ein Frauenleben führten diese Frauen? Es war kein Leben, es war Aufopferung. Eine Frau in einer solchen Lebenssituation konnte nur immer "friedfertiger und sanftmütiger" werden, wenn sie sich selbst aufgab.

Vor Hausfrauen wurde nicht weniger verlangt, als die Aufgabe der eigenen Persönlichkeit, die völlige Auflösung eigener Identität zugunsten der Familie. Sozusagen alles wurde von ihr verlangt und dabei nichts honoriert!

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