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Die Grenzen des Personalcontrollings erkennen

Lesezeit: 2 Minuten Personalcontrolling und Personaldatenauswertungen gewinnen nach wie vor an Popularität. Dies geschieht nicht ohne Grund, denn gut ausgewertete Personaldaten liefern wertvolle Unterstützung für das Personalmanagement. Aber es ist ebenso wichtig, die Grenzen dieser Methoden zu erkennen und anzuerkennen.

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Die Grenzen des Personalcontrollings erkennen

Die Grenzen des Personalcontrollings erkennen

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Personalcontrolling und Personaldatenauswertungen liefern dem Personalmanagement wertvolle Unterstützung bei Maßnahmen und zu treffenden Entscheidungen. Der ständige Zuwachs an technischen Möglichkeiten verstärkt den Wunsch, über diesen Weg mehr zu erfahren, Verhalten quantifizierbar zu machen und auf dieser Basis zu noch besseren Entscheidungen zu kommen.

Kritiker betonen jedoch, dass sich die menschliche Komponente nicht uneingeschränkt in Kennzahlen abbilden lässt und dass Personalcontrolling dazu führt, das Personalwesen zunehmend zu „entmenschlichen“. Wie so oft liegt die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und zeigt, wie wichtig eine hohe Qualifikation in der Durchführung von Personalcontrolling-Maßnahmen ist.

Personaldaten sprechen nicht für sich selbst

Neben der Auswertung von Personaldaten ist die Interpretation der Ergebnisse durch einen fachkundigen Personalcontroller notwendig. Nur so werden Kausalitäten aufgezeigt und es wird vermieden, dass durch den verkürzten Blick auf die Auswertungsergebnisse die falschen Schlüsse gezogen werden.

Die Menge der Kennzahlen ist nicht entscheidend

Ein gutes Personalcontrolling zeichnet sich nicht durch eine hohe Zahl an Auswertungen oder Kennzahlen aus. Es geht vielmehr darum, in der Lage zu sein, stets die „richtigen“, nämlich die situationsabhängig sinnvollen, Kennzahlen ohne lange Vorlaufzeit präsentieren zu können. Je größer die präsentierten Zahlenfriedhöfe sind, desto schwieriger ist es, daraus die wirklich wichtigen Informationen zu entnehmen.

Die immer bessere Verfügbarkeit von großen Datenmengen und die steigenden Möglichkeiten, diese zu verarbeiten, verführen jedoch dazu, unnötige Auswertungen durchzuführen und Datensammlungen zu präsentieren, deren Aussagekraft minimal ist.

Daten sind nicht objektiv

Neben den Kennzahlen ist immer das Umfeld zu betrachten, in dem sie erhoben worden sind. Nur so kann aus den Kennzahlen eine Aussage abgeleitet werden. Eine Kennzahl kann in einem Zusammenhang positiv, in einem anderen Zusammenhang negativ interpretiert werden.

Personalkennzahlen und -auswertungen können daher selbst keine Probleme lösen, sondern immer nur dem Management eine Unterstützung bei der Beantwortung von Fragen liefern. Zusammenhänge oder Handlungsgründe können nur sehr begrenzt durch Kennzahlen dargestellt werden.

Wie Sie die „richtigen“ Personalkennzahlen auswählen, lesen Sie in einem weiteren Artikel in diesem Portal.

Bildnachweis: mangostock / stock.adobe.com

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