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Die Gleitzone: Warum Arbeitgeber keine Angst davor haben sollten

Die Abrechnung von Beschäftigungsverhältnissen, die in die Gleitzonenregelung fallen, scheinen auf den ersten Blick recht komplizier zu sein. Als Unternehmer sollten Sie sich davon jedoch nicht abschrecken lassen. Es ist nicht nur so, dass marktübliche Lohnabrechnungs-Programme die Abrechnung von Gleitzeitzonenjobs übernehmen. Ihre Vorteile sehen Sie hier im Überblick.

Die Gleitzone: Warum Arbeitgeber keine Angst davor haben sollten

Wie funktioniert die Gleitzone

Arbeitnehmer die monatlich bis zu maximal 850 Euro verdienen fallen in die Gleitzonenregelung, wobei Einmalzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld Bestandteil des Gesamtentgeltes sind. Diese Beschäftigungsverhältnisse werden Midi-jobs genannt.

Midi-jobs sind sozialversicherungspflichtig. Der Sozialversicherungsbeitrag für Arbeitnehmer ist jedoch reduziert, ihm bleibt netto mehr übrig. Sie als Arbeitgeber müssen allerdings den gleichen Satz wie für jeden anderen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter zahlen.

Zur Errechnung der Gleitzone gibt es eine Gleitzeitformel. Die Beiträge orientieren sich an der gesamten Einnahme. Folgendes findet Anwendung:

  • Beitrag gesamt – Entgelt innerhalb der Gleitzone x Beitragssatz
  • Arbeitgeberanteil – tatsächliches Entgelt x Arbeitgeber-Beitragssatz
  • Arbeitnehmeranteil – Beitrag gesamt abzüglich Arbeitgeberanteil

Was die Krankenversicherung betrifft, so legen Sie den vollen Satz zugrunde und ermitteln Ihren Beitrag mit dem für Sie aktuellen Prozentsatz des tatsächlichen Entgelts. Renten- und Arbeitslosenversicherung wird von Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils hälftig getragen. Bei der Pflegeversicherung gelten gesonderte Regelungen für Arbeitnehmer mit und ohne Kinder.

Vorteile für Sie als Arbeitgeber

  1. Sie verschaffen sich im Wettbewerb um die besten Kräfte am Arbeitsmarkt eine bessere Ausgangsposition, indem Sie potentiellen Arbeitnehmern, die eine geringfügige Beschäftigung suchen, die Möglichkeit bieten, unter voller sozialer Absicherung bei Ihnen zu arbeiten.

  2. Arbeitnehmerinnen, die nach der Elternzeit wieder in Teilzeitarbeit in das Berufsleben zurück kehren möchten, für die aber in Ihrem Unternehmen bislang die Vorraussetzungen nicht gegeben waren, können Sie einen Midi-job anbieten. Dies erhöht die Flexibilität für Ihre Mitarbeiterin und bindet sie an ihr Unternehmen.
  3. Ruheständlern, auf dessen Fachwissen Sie nicht gänzlich verzichten wollen, kann ebenfalls ein Midi-job angeboten werden. Der ehemalige Mitarbeiter wird das sehr positiv auffassen. Ihm wird dabei die Möglichkeit gegeben, seine Rente etwas aufzubessern und nicht gänzlich von der Arbeitswelt ausgeschlossen zu werden.
  4. Für Sie als Arbeitgeber ist ein Midi-job günstiger als ein Minijob. Die Abgaben liegen nur bei 20%, wohin gegen sie beim Minijob bei 30% liegen.
  5. Bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und Positionen ist man flexibler.
  6. Ermöglicht bessere Vorraussetzungen für zum Beispiel Job-Sharing.
  7. Für bestimmte Projektarbeiten können Sie unter Umständen selbständige, externe Mitarbeiter an Sie binden.

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