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Die etwas andere Geldanlage: Die besten Investitionen 2020

Lesezeit: 3 Minuten Global hat das Corona-Virus die Staatshaushalte ins Wanken gebracht und auch private Investoren beunruhigt. Viele stellen sich die Frage, in was sie nun am besten investieren. Welche Möglichkeit die beste ist, hängt allerdings sehr vom eigenen Wesen ab. Geld ohne Risiko und gleichzeitig möglichst ertragreich anzulegen – das geht durchaus! Für Investoren, die sich fragen, für welche Form der Geldanlage sie sich dabei entscheiden sollten, haben sich folgende fünf etwas andere Möglichkeiten bewährt. Ein kleiner Vergleich der Vor- und Nachteile kann helfen, sich für eine passende Investition zu entscheiden.

3 min Lesezeit
Die etwas andere Geldanlage: Die besten Investitionen 2020

Die etwas andere Geldanlage: Die besten Investitionen 2020

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1. Bitcoins als sicherer Anlagehafen

Ein Bitcoin ist ein virtuelles Krypto-Zahlungsmittel das nicht von Banken kontrolliert, sondern von Nutzern in einem dezentralen Zahlungsnetzwerk verwaltet wird. Die Kunstwährung kann online erworben und als Anlage oder in bestimmten Shops als Zahlungsmittel genutzt werden. Der Kurs für den Wert eines Bitcoins ist in den letzten Wochen und Monaten um einige 100 % angestiegen. Zugegebenermaßen – er ist zwischendurch auch ein paar Mal abgestürzt. Im September 2020 liegt der Wert eines Bitcoins bei 9.653,19 Euro, aktuell sogar bei 14.523,20 Euro (Letzte Aktualisierung: 26. November, 13:25 MEZ). Wer mit dieser Geldanlage Gewinn machen möchte, muss sich regelmäßig mit der momentanen Entwicklung beschäftigen sowie spontan und geduldig sein.

  • hohe Gewinne in kurzer Zeit möglich
  • große Risiken durch Schwankungen
  • keine langfristige Prognose möglich

2. Fremdwährungskonto

Konjunktureinbruch, ausdehnende Geldpolitik sowie große Schulden: der Euro schwächelt. Für einen gefahrlosen Anlagehafen wie der Norwegischen Krone, den Schweizer Franken oder dem Kanadischen Dollar ist das dagegen ein optimales Szenario.

Bei einem Fremdwährungskonto wird das Geld bei inländischen Banken in ausländische Währungen angelegt. Diese sogenannten Devisenkonten können bis zu 7 % Sparzinsen erzielen. Dabei kommen aber sehr häufig noch Konvertierungsgebühren dazu, die die Kreditanstalten bei Erwerb und Veräußerung der Währung in Rechnung stellen. Zusätzlich ist eine Anlage in Fremdwährungen mit einer gewissen Unsicherheit verknüpft, da der Wechselkurs zwischen dem ausländischen Zahlungsmittel und dem Euro stets schwanken kann und der Ertrag damit geringer ausfällt.

Um das Risiko möglichst gering zu halten, empfiehlt sich gerade eine Investition in Schweizer Franken. In letzter Zeit legte die Schweizer Währung zu, der Euro-Franken-Kurs sank zuletzt bis auf 1,08 (Letzte Aktualisierung: 26. November, 13:26 MEZ). Selbst wenn eine Investition nicht den angestrebten Gewinn bringt, muss das Konto nicht zwingend aufgelöst, sondern kann einfach für etwaige Ausgaben genutzt werden. Vielleicht bestehen ja offene Rechnungen mit Schweizer Unternehmen. Ansonsten kann inzwischen sogar in Online Casinos mit Schweizer Franken bezahlt werden! Alternativen zu den Schweizer Franken am Devisenmarkt sind stabile und werthaltige Volkswirtschaften mit einem geringen Verschuldungsgrad, wie die Norwegischen sowie Schwedischen Kronen oder der Kanadische Dollar.

Eine weitere Möglichkeit ist die Euro-Geldanlage direkt bei europäisch-ausländischen Banken in Form von Tagesgeld- oder Festgeldanlagen. Einige Länder wie zum Beispiel Frankreich oder Portugal bieten darauf höhere Zinsen an als deutsche Banken, teilweise sogar bis zu 2 %.

  • gute Verzinsung
  • geringes Verlustrisiko
  • teilweise Gebührenbelastung

3. In Immobilien investieren

In Immobilien zu investieren bedeutet Geld in Gebäude, Bauprojekte oder in Immobilienfonds zu stecken. Der materielle Wert der Gebäude verändert sich mit der Zeit kaum, da sie einerseits auf dem Immobilienmarkt mehr Wert sein werden, aber gleichzeitig die Instandhaltungskosten den Gewinn schrumpfen lassen. Diesem Vorteil der hohen Sicherheit steht jedoch andererseits der Nachteil gegenüber, dass Investitionen in Immobilien zunächst mit hohen finanziellen Ausgaben verbunden sind.

Eine weitere Möglichkeit der Wertanlage ist das noch recht neue Crowdinvesting. Kapitalgeber können beispielsweise über das Internet von Unternehmen gefunden werden oder sich selbst dort präsentieren. Die Untergrenze für eine Anlage liegt dabei zum Teil nur bei 500 € – die Obergrenze dagegen bei 10.000 €. So besteht auch für Privatpersonen ohne großes Vermögen die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen und aufgrund der Höchstgrenze kann das Risiko minimiert werden, dass man als Kleininvestor völlig untergeht. Das angelegte Eigenkapital wird nach einer Zeitspanne von ein paar Monaten beziehungsweise wenigen Jahren mit bis zu 6 % Zinsen rückerstattet.

  • große Sicherheit
  • Investment sehr anpassungsfähig
  • teilweise hohes Eigenkapital notwendig

4.  Geldanlage in Sachwerte

Autos, Kunstwerke, Antiquitäten, Mode oder Wein: Sachwerte können ebenso als Wirtschaftsgüter gesehen werden, für die es aufgrund ihres bestimmten Werts oder ihrer Besonderheit eine große Nachfrage gibt. Das können Rohstoffe und Edelmetalle sein oder seltene Sammlerstücke. Ein Bild eines aktuell noch anonymen Malers kann in 50 Jahren unbezahlbar sein, ein limitiert hergestelltes Paar Schuhe mit den Jahren immer gefragter. Einige Kapitalanleger investieren auch in seltene Whiskey-Flaschen oder Wein aus den besten Rebsorten der Welt. Nicht für den Eigenbedarf, sondern um damit profitable Geschäfte zu machen. Der Wert von Oldtimer-Raritäten und begrenzten Sonderanfertigungen von Mercedes oder Porsche steigt Jahr für Jahr weiter an. Um die Investition in Sachwerte als sichere Geldanlage zu tätigen, sind jedoch gute Fachkenntnisse sowie eine ordentliche Portion Glück notwendig.

✰ Tipp: Man kann sich auch mit anderen Interessenten zusammentun und bei Sammlerobjekte einbringen – ähnlich wie das Crowdinvesting. Ein Hamburger Unternehmen bietet Privatpersonen die Chance, am Kauf eines Ferrari Monza SP1 oder eines Aston Martin Valkyrie mitzuwirken. Bei dieser Beteiligung reicht bereits eine Kapitalanlage von 100 € pro Person.

  • sehr hohe Gewinne möglich
  • extrem langfristige Anlage
  • eher für Insider mit Fachkenntnis

5. Gold – der bewährte Dauerbrenner

Eine Geldanlage in eines der teuersten Edelmetalle der Welt bedeutet bereits seit einigen Jahren eine sichere Investierung. Vor allem in wirtschaftlich unsicheren Zeiten wird die Anlage in Gold immer wieder als feste Sicherheit angesehen.

Wenn Gold angekauft und vor dem Weiterverkauf mindestens 1 Jahr im eigenen Besitz behalten wurde, ist der Gewinn sogar steuerfrei. Ein Manko ist dagegen die Lagerung dieser Wertanlage in einem Bankschließfach auswärts oder einem der besten Tresore, die es für zuhause gibt. Beides ist mitunter sehr teuer und verringert wiederum den Gewinn. Selbst die Tatsache, dass der Wert von Gold konstant ansteigt, macht den Profit nicht wirklich gewinnbringend. Da empfehlen sich eher Alternativen in Form von Goldaktien beziehungsweise Gold-ETFs.

  • sichere Geldanlage
  • als Teilbereich der Geldanlage sinnvoll
  • hoher Aufwand für Lagerung

Bildnachweis: Olaf Schwenty / stock.adobe.com

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