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Die Bahn & ihre Durchsagen: Mehr Dos & Don´ts für Sie

Lesezeit: 2 Minuten Das ist wirklich eine never ending story, weit jenseits vom legendären „Sänk ju foa drävvelling wis Deutsche Bahn today…“. Und fast jede Fahrt bietet neues Material – meist mit einem „learning“, wie Sie es besser bleiben lassen sollten, in Ihrem Service …

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Die Bahn & ihre Durchsagen: Mehr Dos & Don´ts für Sie

Die Bahn & ihre Durchsagen: Mehr Dos & Don´ts für Sie

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Don´t: Information auf halber Strecke stoppen

Na, denken Sie vielleicht, das passt ja nun zur DB wie … Doch dass dies kürzlich tatsächlich mehrfach passiert ist, hatte mit höherer Gewalt zu tun: Als es im Norden Deutschlands heftige Gewitter gab, waren diverse Strecken unterbrochen. Gemeint ist hier was anderes, kürzlich erlebt: Kurz vorm Start in Nürnberg kam im frisch bereit gestellten ICE folgende Durchsage: „Bitte beachten Sie: Unser Zug besteht aus zwei Zugteilen. Der eine Zugteil aus den Wagen Nummer 39 bis 31, der hintere Zugteil aus den Wagen der Nummer 29 bis 21.“ Fein, damit besser zu verstehen, wurde diese Botschaft wiederholt. Was das allerdings für die Reisenden bedeuten sollte …?! (Auflösung: Der vordere Zugteil fuhr bis Essen, der hintere bis Dortmund. Was auch passte, weil der ICE aus dem Kopfbahnhof Frankfurt Main Hbf umgekehrt wieder rausfuhr.)

Don´t: Cross-selling übertreiben

Was meine ich wohl damit – Cross-selling in der DB?! Jou, Sie kennen es auch: Häufig gleich nach der Start-Ansage („Willkommen im ICE der Deutschen Bahn …“) folgt „Wir möchten Sie noch auf unser gastronomisches Angebot aufmerksam machen …“. Ein paarmal im Laufe des Tages mag das ok sein. Und vielleicht gilt ja auch „steter Tropfen höhlt den Stein“ bei jenen, die von Köln nach München 4,5 Stunden lang immer wieder diese Botschaft hören. Jedoch wenn mal wieder eine längere Verspätung eingefahren ist, mag sich mancher Kunde denken: Machen die das absichtlich, damit mehr Fahrgäste ins Bistro oder in den Speisewagen gehen?? Apropos: Kürzlich gab´s die Durchsage auch noch „mit halber Strecke“, siehe oben, andere Fahrt, anderer Sprecher: „… finden Sie jeweils im vorderen wie im hinteren Zugteil…“. Aha – und wo da? Wenig förderlich, oder? Vielfahrer mögen wissen, dass üblicher Weise in den Wagen 26 und 36 Gastronomie zu finden ist. Andere mögen sich nach dem Ikon richten, inkl. Richtungspfeil. Doch motiviert sein, sich aufzumachen, dazu wäre die Wagen-Nummer durchaus hilfreich …

Do: Die richtige Reihenfolge!

Lassen Sie mich dieses Mal die Beispielfolge auch wieder mit etwas Positivem beschließen: Ich habe eine Ansage zu den Anschlusszügen der folgenden Haltestelle in sinnvoller Reihenfolge erlebt! Wenn Sie erinnern, hatte ich kürzlich eben die bemängelt: Wird erst ein Gleis genannt und dann das Ziel, habe ich evt. schon wieder das Gleis vergessen, wenn mein Gehirn nickt – ja, dahin willst auch du. Dies nun kurz vor Würzburg, aus Richtung Nürnberg kommend (fiktive Daten): „… ein Regionalexpress in Richtung Bayreuth auf Gleis 9 um 17:06 …“ usw. Voila, geht doch! Zunächst das Ziel, dann das Gleis, dann die Zeit. Ein Lob dieser Sprecherin …

Und was lernen Sie daraus?

Ganz schlicht und einfach: Nehmen Sie die Kunden-Perspektive ein, wenn Sie eine Botschaft formulieren! Alle Ihre Unternehmens-Texte sind Werbung, ob nun geschrieben oder gesprochen. Und da Sie damit etwas erreichen wollen statt ins Nirwana zu „predigen“, hören und lesen Sie mals aus der Position eines Kunden hinein. Wer weiß, vielleicht sollten das „Bahner“ häufiger tun – zu wünschen wäre es … Konkret: Wünschen würde ich es mir, als deren Kunde. Und wenn nun der eine oder die andere Verantwortliche meine Hinweise liest …

Bildnachweis: Kzenon / Adobe Stock

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