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Deshalb ist die Jugend- und Auszubildendenvertretung wichtig

Lesezeit: 2 Minuten Die Jugend- und Auszubildendenvertretung im Betrieb ist besonders wichtig. Das sind ihre Befugnisse und Aufgaben.

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Deshalb ist die Jugend- und Auszubildendenvertretung wichtig

Deshalb ist die Jugend- und Auszubildendenvertretung wichtig

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Die Jugend- und Auszubildendenvertretung ist ein eigenständiges Organ der Betriebsverfassung und vertritt nicht nur die Belange der jugendlichen Arbeitnehmer, sondern auch die der in Berufsausbildung stehenden Arbeitnehmer, insbesondere der Auszubildenden.

In § 60 Abs. 1 BetrVG ist festgelegt, in welchen Betrieben eine Jugend- und Auszubildendenvertretung zu wählen ist. Es geht um minderjährige Arbeitnehmer und insbesondere Azubis, die maximal 24 Jahre alt sind.

Nach dem Gesetz werden in Betrieben mit in der Regel mindestens fünf Arbeitnehmern,

  • die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (jugendliche Arbeitnehmer) oder
  • die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,

Jugend- und Auszubildendenvertretungen gewählt.

Die Aufgaben der Jugend- und Auszubildendenvertretung

Unmittelbar kann die Jugend- und Auszubildendenvertretung keine betriebsverfassungsrechtlichen Ansprüche gegen ihren Arbeitgeber geltend machen. Stets hat sie den Umweg über den Betriebsrat zu nehmen.

Der Betriebsrat ist dementsprechend Gesprächspartner und Adressat für die Aktivitäten der Jugend- und Auszubildendenvertretung. Er ist verpflichtet, die Belange bei seiner Betriebsratsarbeit angemessen zu berücksichtigen.

Aufgabe der Jugend- und Auszubildendenvertretung ist es, die Interessen jugendlicher Arbeitnehmer im Betrieb wahrzunehmen.

Die Wahl

Die Wahl zur JAV ist nur möglich, wenn überhaupt ein Betriebsrat besteht.

Denn es ist die Aufgabe des Betriebsrats, die zur Wahl einer Jugend- und Auszubildendenvertretung erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Insbesondere ist ein Wahlvorstand zu bestellen.

Wahlberechtigt sind alle minderjährige Arbeitnehmer und zur Berufsbildung Beschäftigten, die noch 24 Jahre alt sind.

Die Sitzungen der Jugend- und Auszubildendenvertretung

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung führt eigene Sitzungen durch, um ihre Belange zu diskutieren.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Betriebsrat zunächst über die Durchführung informiert. Die Jugend- und Auszubildendenvertretung benötigt aber weder die Zustimmung des Betriebsrats, noch die des Arbeitgebers, um eine Sitzung durchzuführen.

Zudem hat die Jugend- und Auszubildendenvertretung das Recht, zu allen Betriebsratssitzungen einen Vertreter zu entsenden oder gesammelt zu erscheinen. Allerdings gibt es auf den Betriebsratssitzungen grundsätzlich für sie kein Stimmrecht.

Fasst der Betriebsrat allerdings Beschlüsse, die besonders und überwiegend die Interessen der jugendlichen Kollegen und der Auszubildenden betreffen, dürfen die Vertreter der Jugend- und Auszubildendenvertretung mitbestimmen.

Bildnachweis: drubig-photo / Adobe Stock

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