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Der Sinn und Zweck des Berichtsheftes

Der schriftliche Ausbildungsnachweis in Form eines Berichtsheftes gehört in jeder Branche zur Ausbildung dazu. Es dokumentiert den Ablauf der theoretischen und praktischen Lehrzeit und dient als Voraussetzung, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Doch es ist viel mehr als nur das Aufschreiben von Handlungen und Abläufen.

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Der Sinn und Zweck des Berichtsheftes

Welchen Sinn hat das Berichtsheft?

Das richtige Führen eines Berichtsheftes ist weit mehr, als nur das Niederschreiben Ihrer Tätigkeiten während der Ausbildung. Es ist mehr als nur eine Beschäftigungstherapie oder reine Schikane, wie es einigen vorkommt. In erster Linie geht es bei dem Berichtsheft darum, einen Nachweis für die Prüfer zu führen, in welchem Umfang Sie die Lehrzeit genutzt haben, Neues zu lernen.

Die Prüfer können anhand Ihres Berichtsheftes nachvollziehen, welche Ausbildungsinhalte Sie im Einzelnen abgehandelt haben. Es ist schlicht und einfach ein Tätigkeitsnachweis – soweit das Offensichtliche.

Doch hinter dem Führen eines Berichtsheftes versteckt sich außerdem
die Befähigung, sich mit einer Thematik auf verschiedenen Wegen
auseinanderzusetzen. Zum Beispiel wird Ihnen in der praktischen Arbeit
ein bestimmter Handlungsablauf gelehrt. Diesen üben Sie praktisch unter
Anleitung Ihres Ausbilders. Ob Sie diesen Ablauf nun täglich ausführen
werden, weil er vielleicht zu den Routineaufgaben in Ihrem
Ausbildungsbetrieb gehört oder ob es eine Aufgabe ist, die nicht in
jeder alltäglichen Situation auftaucht, ist einerlei. Sie werden zum
Abschluss Ihrer Lehrzeit möglicherweise darin geprüft.

Durch das
Niederschreiben dieses Handlungsablaufs in Ihrem Ausbildungsnachweis,
vergegenwärtigen Sie im Nachhinein diese Thematik. Es ist ein
Zusammenspiel von Theorie und Praxis und dient unter anderem dem
besseren Verständnis. Auch für die Vorbereitung auf Ihre
Abschlussprüfung kann Ihnen Ihr Berichtsheft als hilfreiches
Nachschlagewerk dienlich sein.

Was genau gehört in das Berichtsheft?

In einfachen Sätzen oder als verständliche Stichpunkte werden sachliche und zeitliche Abläufe Ihrer Ausbildung von Ihnen erfasst. Ob theoretische oder praktische Ausbildung, Sie sollen in Ihrem Berichtsheft kurz wiedergeben, was Sie an dem entsprechenden Tag oder in der Woche geleistet und gelernt haben. Was war thematischer Inhalt Ihrem Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule? Gibt es brisante Diskussionen, die mit Ihrem Beruf zu tun haben? Das Führen Ihres Ausbildungsnachweises beansprucht täglich ganze fünf bis zehn Minuten. Es ist also ein geringer Aufwand, für den Ihnen vom Ausbilder genügend Zeit während der Arbeitszeit eingeräumt werden sollte.

Wie Sie das Berichtsheft am besten führen

Der vom Ausbilder gestellte Ausbildungsnachweis ist entweder täglich, wöchentlich oder monatlich zu führen. Meist wird es in handschriftlicher Form gefordert. In vereinzelten Unternehmen besteht für den Auszubildenden die Möglichkeit, das Berichtsheft auch auf elektronischem Wege zu führen, doch dies sollte mit dem Ausbilder abgesprochen sein.

Wenn Sie Ihr Berichtsheft von Anfang an ordentlich und regelmäßig führen, werden Sie gut vorbereitet in die Prüfungen gehen und für die Fragen der Prüfer gewappnet sein. Ihre Ausbilder geben Ihnen Hilfestellung für das Ausfüllen des Nachweises, beantworten dabei auftretende Fragen, welche die Thematik betreffen und unterzeichnen nach der regelmäßigen Kontrolle des Berichtsheftes Ihre Aufzeichnungen. Danach heften Sie diese in chronologischer Reihenfolge ab und besitzen für sich selbst ein gut organisiertes Nachschlagewerk und für die Prüfer und den Ausbildungsbetrieb ein gut verständliches und nachvollziehbares Dokument über den Inhalt Ihrer Ausbildung.

Fazit

Das Führen eines Berichtsheftes ein gesetzlicher Bestandteil der Ausbildung und hilft Ihnen, Aufgaben und Handlungsabläufe besser und nachhaltig zu verstehen. Nutzen Sie diese zusätzliche Prüfungsvorbereitung, um mit dem bestmöglichen Ergebnis Ihre Lehrzeit abschließen zu können. Die mit Sicherheit darin auftauchenden Routineaufgaben sind für die Prüfung genauso wichtig wie einmalige Projekte. Führen Sie Ihr Berichtsheft selbstständig und aus eigenem Interesse in sachlicher und korrekter Form. Sie selbst werden mit diesem Ausbildungsnachweis zur Prüfung antreten müssen, nicht Ihre Ausbilder.

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