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Der mögliche Brexit schadet der EU langfristig nicht!

Lesezeit: 2 Minuten Nur noch wenige Tage und die Briten entscheiden darüber, ob sie in der EU bleiben oder ob sie den Staatenverbund verlassen wollen. Die Lager der Befürworter und Gegner in Großbritannien sind inzwischen fast gleich groß. Zudem gibt es noch einige Unentschlossene. Es ist also kaum zu prognostizieren, wie die Entscheidung zum Brexit ausfallen wird.

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Der mögliche Brexit schadet der EU langfristig nicht!

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Die Befürworter eines Brexit versprechen sich unter anderem einen Abbau von Bürokratie, eine geringere Abhängigkeit von Europa und den Wiedergewinn der nationalen Souveränität. Argumente, die bei vielen Inselbewohnern gut ankommen und bei Politikern und Wirtschaftsführern in der EU Ängste vor einer Abwertung der EU schüren. Doch wäre ein Austritt der Briten wirklich eine Katastrophe für die EU und die restlichen Bewohner, wie viele in Kontinentaleuropa annehmen?

Die Börsen jedenfalls fürchten den Schritt; schon seit Monaten ist kein klarer Kurs nach oben oder unten zu erkennen, auch wegen der weiter bestehenden Unsicherheit. Und auch das britische Pfund verliert gegenüber dem Euro an Wert.

Der Brexit wird der EU nur kurz schmerzen

Richtig ist, dass der Austritt der Briten für die EU zumindest kurzfristig sicher schmerzhaft ist. Nicht nur, weil Großbritannien mehr als sieben Milliarden Euro pro Jahr einzahlt, sondern sicher auch, weil kurzfristig unklar ist, wie es wirtschaftlich weitergehen kann im Handel mit Kontinentaleuropa. Viele befürchten neue Handelshemmnisse wie Zölle oder Steuern. Außerdem ist damit zu rechnen, dass die Börsen zumindest kurzfristig mehr oder weniger deutlich nachgeben werden.

Langfristig wird die EU durch einen Brexit profitieren

Und dennoch werden EU und Bürger auf lange Sicht profitieren: Seit Jahren und Jahrzehnten ist eigentlich klar, dass die Briten eine Mitgliedschaft in der EU gar nicht wollen und sich nach wie vor gegen eine Integration sträuben. Zwar nehmen sie die Vorteile, die die EU bietet, gerne mit, z. B. Subventionen oder die Möglichkeit, eine eigene Währung zu behalten. Andererseits verlangen sie unter anderem immer wieder, dass die Insel innerhalb der EU ihre Unabhängigkeit behalten und möglichst wenig Macht nach Brüssel abgeben soll.

Unklar ist auch, was die Briten der EU eigentlich bringen. Ohne Großbritannien mit seinen vielen Extrawünschen werden künftige politische Verhandlungen einfacher, als es im Moment ist. Für Unternehmen aus Deutschland und anderen EU-Ländern wären die Nachteile auf lange Sicht überschaubar. Denn wenn sich das Beben, das ein Austritt Großbritanniens sicher auslöst, nach ein paar Wochen wieder gelegt hat, und wenn die Rahmenbedingungen für ein Fortbestehen des Handels geklärt sind, wird sich zeigen, dass man mit den Unternehmen auf der Insel weiter gute Geschäfte machen kann.

Auch die Reaktionen der USA zeigen, dass Großbritannien verlieren, Kontinentaleuropa eher gewinnen wird. Noch im April 2016 sagte US-Präsident Obama, dass das Hauptinteresse der USA dem großen Block gelte, der EU. Wenn Großbritannien nicht mehr Mitglied dieser Gemeinschaft sei, stehe es in der Schlange ganz hinten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass sich die verbleibenden EU-Staaten einen größeren Teil des Wirtschaftskuchens sichern können.

Deutsche Unternehmen haben sich zumindest teilweise schon umgestellt. Beispielsweise sind die Handelsbeziehungen in den letzten Jahren deutlich intensiviert worden, so weit, dass die USA Frankreich als wichtigsten Handelspartner Deutschlands eingeholt haben.

Fazit: Wenn die Briten die EU verlassen wollen, weil sie glauben, so besser Regieren und Wirtschaften zu können, soll man sie gehen lassen. Langfristig wird die (Rest-)EU mit ihren Bürgern trotz Brexit von steigendem Wohlstand profitieren. Großbritannien aber geht dann schwierigen Zeiten entgegen.

Was denken Sie über einen möglichen Brexit? Sollten die Briten Ihre eigenen Wege gehen? Oder wünschen Sie sich lieber einen europäischen Zusammenhalt? Vielleicht denken Sie auch, dass die EU zu viel Einfluss auf die einzelnen Staaten ausübt? Was ist Ihre Meinung?

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