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Der Brexit als Chance für Europa

Lesezeit: 2 Minuten Knapp 52 Prozent der Briten haben sich für den Austritt ihres Landes aus der EU entschieden. Damit sind erhebliche politische Umwälzungen und wirtschaftliche Veränderungen in Großbritannien und in Europa zu erwarten. Ein kommender Brexit bringt jedoch für die EU auch Vorteile. Im Folgenden erfahren Sie vier wichtige Gründe, warum der Brexit als Chance für eine gestärkte EU gesehen werden kann.

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Der Brexit als Chance für Europa

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Seit Monaten machen EU-Spitzenpolitiker auf die drohenden negativen Konsequenzen des Brexit aufmerksam. Dennoch werden immer mehr Stimmen vonseiten einiger EU-Abgeordneter sowie führender Politikwissenschaftler und Ökonomen laut, die der Meinung sind, die EU würde langfristig von einem Austritt Großbritanniens aus der Staatengemeinschaft durchaus profitieren.

1. Nach dem Brexit ein neuer europäischer Aufbruch

Vor allem in Frankreich setzen sich führende Politiker dafür ein, die Austrittsverhandlungen mit Großbritannien so schnell wie möglich abzuschließen. Dies liegt vor allem daran, dass der Austritt der Briten hier als Grundvoraussetzung für ein neu orientiertes Kerneuropa und eine notwendige Vertiefung des Zusammenhalts innerhalb der Eurozone gesehen wird. Ohne das fremdelnde Mitglied Großbritannien kann eine Integration zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten deutlich schneller und effektiver realisiert werden.

Dies macht eine Politik möglich, die sich in Zukunft auf die realen Probleme der Bevölkerung konzentriert. Vor allem Fragen der Schaffung neuer Arbeitsplätze, der Steuerflucht, eines stärkeren sozialen Zusammenhalts oder der Flüchtlingspolitik könnten in einem integrierten Kerneuropa schneller und effizienter gelöst werden, wenn die Politiker bewusste Konsequenzen aus dem Brexit ziehen.

2. Weniger Blockaden bei wichtigen Entscheidungen

In den vergangenen vier Jahrzehnten hat Großbritannien die EU maßgeblich geprägt, sich aber auch gegen viele positive Veränderungen und Gesetzesvorschläge der EU-Kommission, wie etwa die Finanztransaktionssteuer oder den Aufbau einer eigenständigen Armee der EU, gestellt. Einige Europa-Abgeordnete und EU-Experten weisen daher darauf hin, dass die europäische Staatengemeinschaft ohne Großbritanniens Mitgliedschaft nach dem Brexit viele Entscheidungen einfacher durchsetzen wird.

Ohne die Briten im Ministerrat fallen Rabatte bei Mitgliedsbeiträgen ebenso weg wie Ausnahmeregelungen. Staaten, die sich bei Entscheidungen stets hinter den Blockierern des Vereinten Königreichs versteckt haben, müssten nun eigenständige Entscheidungen treffen, die möglicherweise den Weg für viele positive Veränderungen ebnen.

3. Wirtschaftliche Vorteile für die EU

Eine von EU-Analysten durchgeführte Studie kam zu dem Schluss, dass der Brexit langfristig wirtschaftliche Vorteile für die Staatengemeinschaft bringen wird. Die Gründe dafür sehen die Experten darin, dass ein Ausstieg des Vereinten Königreichs zu einer Vereinheitlichung der EU und einer wachsenden Unterstützung für deren Institutionen führen wird. Verlassen fremdelnde Mitgliedsstaaten die EU, kommt es zwischen den verbleibenden Staaten zu einem deutlich harmonischeren Gleichgewicht.

Die positiven Folgen wären weniger Bürokratie, Einsparungen bei Transaktionskosten sowie deutlich geringere finanzielle Risiken. Ökonomen argumentieren, dass London durch den Austritt Großbritanniens seinen Status als Finanzzentrum Europas verliert, was eine Rückverlagerung der wichtigen Investmentbanken in andere Großstädte der EU mit sich bringen könnte. Dadurch käme es wiederum zu einem stärkeren wirtschaftlichen Zusammenhalt innerhalb der Eurozone.

4. Der Brexit schafft Arbeitsplätze in Brüssel

Großbritannien hat viele britische Staatsbürger in wichtigen Führungspositionen in Brüssel platziert. Diese Stellen in Institutionen wie dem Europäischen Parlament, der EU-Kommission, dem Europäischen Gerichtshof, dem Wirtschaft- und Sozialausschuss oder dem Rechnungshof werden langfristig frei. Auch wenn ein solcher Personalwechsel aufgrund der bestehenden Arbeitsverträge mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern wird, bringt er nicht nur allmählich frischen Wind in wichtige Institutionen der Staatengemeinschaft, sondern auch mehrere tausend neue Arbeitsplätze für EU-Bürger.

Einige Abgeordnete im Europäischen Parlament werden es zudem begrüßen, in Zukunft von den EU-feindlichen Tiraden ihrer konservativen britischen Kollegen verschont zu werden und in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen zu können.

Die Prognosen renommierter Ökonomen und Politikwissenschaftler bestätigen, dass ein geeintes Europa ohne britische Beteiligung durchaus möglich ist. Manche Experten wagen sogar zu behaupten, dass die EU ohne das Vereinigte Königreich langfristig besser funktionieren wird und daher das Vertrauen ihrer Bürger endlich wieder stärken könnte.

Was sagen Sie zum Brexit? Sind sie froh, dass die Briten gehen oder haben Sie Angst vor den kommenden Veränderungen? Denken Sie, dass Europa stärker daraus hervorgehen wird oder dass die EU zerbrechen wird? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

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