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Der befristete Arbeitsvertrag

Lesezeit: < 1 Minute In der Praxis werden Arbeitsverträge immer häufiger befristet abgeschlossen. Das hat für den Arbeitgeber den großen Vorteil, dass der Arbeitsvertrag mit Befristungsende einfach ausläuft und eine Kündigung gerade nicht mehr erforderlich ist.

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Der befristete Arbeitsvertrag

Der befristete Arbeitsvertrag

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Wichtig: Schriftform

Arbeitsverträge können grundsätzlich auch mündlich abgeschlossen werden. Nach dem Gesetz gilt das sogar für befristete Arbeitsverträge, mit Ausnahme der Befristungsabrede selbst. Das wiederum führt dazu, dass in aller Regel befristete Arbeitsverträge insgesamt schriftlich abgeschlossen werden. Ist die Schriftform nicht gewahrt, ist die Befristung unwirksam und es besteht ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)

Die Regelungen zur Befristung von Arbeitsverhältnissen finden sich im Wesentlichen im TzBfG.

Ohne sachlichen Grund kann ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer nach § 14 Abs. 2 TzBfG befristet einstellen. Das sachgrundlos befristete Arbeitsverhältnis darf allerdings für höchstens zwei Jahre eingegangen werden. Innerhalb dieses Zeitraums darf es maximal 3-mal verlängert werden.

Nach dem Gesetzeswortlaut gilt dies dann, wenn der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer beschäftigt, der noch niemals zuvor bei ihm tätig war. Das hat sich durch eine Entscheidung des Bundesarbeitsgericht jedoch geändert (Urteil vom 06.04.2011, Az. 7 AZR 716/09).

Danach ist eine „Zuvor-Beschäftigung“ im Sinne der Vorschrift nicht gegeben, wenn ein früheres Arbeitsverhältnis mehr als 3 Jahre zurückliegt.

Befristungen mit Sachgrund

Darüber hinaus sind Befristungen ohne die vorbezeichnete zeitliche Beschränkung möglich, wenn der Arbeitgeber einen sachlichen Grund oder einen Befristungszweck hat.

Befristetes Arbeitsverhältnis und Kündigung

Ein befristetes Arbeitsverhältnis läuft zunächst einmal für die Dauer der Befristung. Wird eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit im Arbeitsvertrag nicht vereinbart, ist eine Kündigung weder für den Arbeitnehmer noch für den Arbeitgeber während der Befristungsdauer möglich! Etwas anderes gilt natürlich dann, wenn eine der beiden Parteien zu einer fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund berechtigt ist.

Bildnachweis: BlueSkyImages /Adobe Stock

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