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Demographischer Wandel: Von Japan lernen

Lesezeit: 2 Minuten Der demographische Wandel schreitet voran. Die ersten Auswirkungen sind in Deutschland und anderen europäischen Ländern bereits spürbar. Andere können vorausberechnet werden. In Japan sind die Auswirkungen schon weiter fortgeschritten, als in anderen Ländern. Daher kann ein Blick dorthin helfen, konkrete Maßnahmen zu konzipieren und die realen Konsequenzen besser einzuschätzen.

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Demographischer Wandel: Von Japan lernen

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Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hat in Japan tätige deutsche Unternehmen nach den Auswirkungen des demographischen Wandels befragt. Die Studie, die im Internet abrufbar ist, zeigt nicht nur sehr konkret die Veränderungen am Arbeitsmarkt auf, sondern legt auch die Marktchancen dar, die beispielsweise mit einem wachsenden Bevölkerungsanteil älterer Menschen verbunden sind.

Demographischer Wandel: Längere Lebensarbeitszeit wird Realität
Die Baby-Boomer-Generation (nach japanischer Definition sind das die Jahrgänge1947 – 1951) nähert sich dem Rentenalter. Damit werden planmäßig viele Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Mit ihnen gehen Erfahrungen und Kenntnisse verloren, wenn es nicht gelingt, diese zu konservieren. Feststellbar ist, dass in Japan etwa 32 Prozent der Männer über 65 Jahren erwerbstätig sind.

Mit einem Gesetz, das Beschäftigungsbedingungen für ältere Arbeitnehmer zum Inhalt hat, wird die Möglichkeit gefördert, Mitarbeiter auch über die normale Altersgrenze hinaus im Unternehmen zu halten. Durch dieses Gesetz konnte eine "Rentenwelle" im Jahr 2007 abgewendet werden.

Demographischer Wandel: Weiterbeschäftigung zu schlechteren Konditionen
Mitarbeiter, die über die Altersgrenze hinaus weiterarbeiten, oder sogar im Rentenalter neu angestellt werden, müssen mit bis zu 50% schlechteren Konditionen im Vergleich zu ihrem bisherigen Job rechnen. Das Unternehmen reagiert damit auf gegebenenfalls verminderte Leistungsfähigkeit und höhere Ausgaben für Gesundheitsmanagement und Arbeitsplatzergonomie.

Demographischer Wandel: Wissensmanagement bleibt wichtig
Auch wenn durch Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer der Abfluss von Wissen zunächst verhindert wird, muss an diesem Problem konsequent gearbeitet werden. Die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen, sowie die Einrichtung technischer Instrumente zur Konservierung von Wissen müssen aktiv vorangetrieben werden. Hierzu haben einige japanische Firmen umfangreiche Konzepte entwickelt und umgesetzt.

Demographischer Wandel: Flexibilisierung hilft bei der Bewältigung der Aufgaben
Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere und alte Arbeitnehmer müssen hinsichtlich Arbeitszeit, Dauer und Inhalt flexibel gestaltbar sein. Mit Teilzeit- oder Beratungsverträgen gelingt es, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und adäquat zu beschäftigen. Durch ihren Einkommenszuwachs im Gegensatz zum ausschließlichen Rentenbezug wächst darüber hinaus ihre Kaufkraft, was wiederum die Marktchancen für seniorengerechte Produkte steigert. Auch hier ist Japan als Vorreiter zu sehen, was unter anderem im Konsumentenverhalten der Japaner begründet ist.

Die komplette Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan "Silver Business in Japan" ist online abrufbar.

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