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Das Wording macht´s: Lassen Sie sich von Beispielen anregen!

Lesezeit: 2 Minuten In letzter Zeit betonen Medien-Menschen wie Politiker häufig, welch starken Einfluss die Wortwahl hat, auch und gerade zu Migrations-Themen: Welche Partei wählt welche Worte, gar im Anklang an längst vergangene Zeiten?

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Das Wording macht´s: Lassen Sie sich von Beispielen anregen!

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Flüchtlinge?

Lassen Sie diese Begriffe auf sich wirken, die vom Grundsatz her immer die gleichen Menschen meint: Aus fernen Ländern kommend, andere Kultur mitbringend, weg von Kriegen – oder auch hin zu „einem besseren Leben“, so genannte Wirtschaftsflüchtlinge. Die deutsche Sprache fokussiert mit Ableitungen wie „-ling“ alles, was wir klein machen wollen, siehe „Däumling“ oder „Findling“, eher veraltete Wörter.

Wie anders klingt dagegen „Geflüchtete“: Die sind eher aktiv, sollen wahrgenommen und angenommen werden – das Wording der Kirchen-Vertreter oder auch vonseiten unterstützender Hilfsorganisationen geht in diese Richtung. Wobei andererseits die Nähe zu „Flüchtlinge“ wiederum rasch Vorübergehendes assoziiert … Bleibt noch der Begriff der „Aussiedler“, der ebenfalls gelegentlich ins Spiel gebracht wird. Ziel dabei ist es, an frühere Integrations-Leistung Deutschlands zu erinnern…

Probleme?

Ein immer wieder und dauernd genutzter Begriff ist „Problem“, selbst inhärent negativ besetzt – und gerne gedoppelt: „Kein Problem“ ist typisch für doppelt negatives Formulieren, übrigens rundum in Deutschland, auch weit jenseits der bairischen Sprache, die ja für die „doppelte Verneinung“ gerade berüchtigt ist.

In Unternehmens-Sprache wird der Begriff zu Recht mehr und mehr gescheut, geht es doch darum, lösungsorientiert zu agieren (und damit auch zu denken): „Herausforderungen“ sind es, denen Sie sich zu stellen haben! Zu stark positiviert? Nun, zumindest sind „Herausforderungen“ neutraler und deshalb im Allgemeinen offensiver anzugehen… Das gilt naturgemäß auch für Ihre Kunden und jene, die es werden sollen: Überprüfen Sie Ihre Werbetexte darauf! – Übrigens, „kein Problem!“ lässt sich prima ersetzen, etwa durch „Für Sie doch gerne“ oder „ist in Ordnung“ usw.

Humankapital?!

Vorsicht dagegen vor Euphemismen, also beschönigenden Begriffen. Sie werden gebildet, um von negativen Wirkungen und Entwicklungen eher abzulenken. Das Beispiel „Humankapital“ modernisiert quasi den Begriff des Produktionsfaktors „Arbeit“ und reduziert die Arbeitskraft Mensch auf ausschließlich betriebswirtschaftliche Perspektive, so die Kritik.

Die Nutzer des Begriffs dagegen sehen Arbeitnehmer dadurch aufgewertet, weil: hervor gehoben zum Faktor Kapital (neben Boden / Standort etc.). Die Krux ist nachvollziehbar?! Eine Medaille hat immer zwei Seiten, so der Volksmund  … – Das hier zitierte Beispiel war übrigens Unwort des Jahres 2004: In jenen Übersichten finden Sie diverse Beispiele für Euphemismen. Sozusagen Gegen-Entwürfe zum „Wort des Jahres“ …

Was tun?

Nehmen Sie sich z.B. zentrale Schlagwörter vor, die in Ihrer Firmen-Kommunikation eine wichtige Rolle spielen, will sagen: die häufig vorkommen, gesprochen oder geschrieben. Fragen Sie sich: Sind diese Begriffe eindeutig? Werden sie als positiv/angenehm oder zumindest neutral verstanden? Oder sollten Sie den einen oder anderen ersetzen, siehe oben? 

Bildnachweis: © pixelery/123rf.com

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