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Das sollten Sie zur Arbeitszeit wissen

Lesezeit: 2 Minuten Arbeitszeiten sollten geregelt sein, und das ist Ihre Aufgabe als Arbeitgeber. Welche Grundlagen Sie dabei zu beachten haben, verrät Ihnen dieser Artikel.

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Das sollten Sie zur Arbeitszeit wissen

Das sollten Sie zur Arbeitszeit wissen

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Die wichtigsten gesetzlichen Regelungen zur Arbeitszeit finden Sie im ArbZG. Außerdem können Arbeitszeiten in Arbeitsverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen geregelt sein.

Nach dem Gesetz gilt folgendes: Arbeitnehmer dürfen nach § 3 ArbZG pro Tag nicht länger als 8 Stunden arbeiten. Die Arbeitszeit kann der Arbeitgeber jedoch auf bis zu 10 Stunden verlängern, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen der 8-Stunden-Tag wieder eingehalten wird.

Pausen

Der Arbeitgeber hat Ruhepausen zu gewähren. Wichtig ist dabei, dass es sich nur dann um Pausen im Sinne des Arbeitszeitgesetzes handelt, wenn diese bereits im Vorhinein feststehen. Spätestens bei Arbeitsbeginn muss der Arbeitnehmer also wissen, wann er Pause machen kann, soll und letztlich auch muss. Sind die Pausen nicht im Vorhinein festgelegt, handelt sich bei den dann gemachten Arbeitsunterbrechungen nicht um Pausen im Sinne des ArbZG, so dass der Arbeitnehmer die Bezahlung der Pausenzeiten verlangen kann.

Das Arbeitszeitgesetz sagt zu den Pausen folgendes: Bei einer Arbeit von 6 bis 9 Stunden Arbeit muss mindestens eine Pause von 30 min erfolgen. Bei einer Arbeitszeit von über 9 Stunden muss die Pause 45 min betragen.

Ruhezeiten

Es gibt aber nicht nur Pausen, sondern auch Ruhezeiten, die vom Arbeitgeber zu beachten sind. Jedem Arbeitnehmer muss nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden verbleiben.

Endet die Arbeitszeit eines Arbeitnehmers um 20:00 Uhr, darf er frühestens wieder um 7:00 Uhr morgens mit der nächsten Schicht beginnen.

Und nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts darf ein Mitglied des Betriebsrats sogar seine Arbeit einstellen, wenn zwischen dem letzten Schichtende und einer geplanten Betriebsratssitzung die 11 Stunden nicht eingehalten werden können.

Wird in dem vorbezeichneten Beispiel eine Betriebsratssitzung auf 6:00 Uhr morgens terminiert, dürfte der Arbeitnehmer also bereits um 19:00 Uhr einen Arbeitsplatz verlassen.

Nachtarbeit

Nicht jeder, der in der Nacht arbeitet, leistet auch Nachtschicht im Sinne des Gesetzes. Nachtarbeit liegt dann vor, wenn Arbeitnehmer mehr als 2 Stunden in der Nachtzeit arbeiten. Die Nachtzeit definiert das Gesetz als die Zeit zwischen 23 und 6 Uhr, bei Bäckereien/Konditoreien zwischen 22 und 5 Uhr. Für Nachtarbeit muss der Arbeitgeber Zuschläge zahlen!

Aushangpflicht des Arbeitgebers

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das ArbZG an geeigneter Stelle im Betrieb zur Einsichtnahme auszulegen oder auszuhängen.

Bildnachweis: © Aleksandr Kalugin/123rf.com

 

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