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Das sollten Sie bei Ihrem Arbeitsvertrag beachten

Ein Arbeitsvertrag bildet die Grundlage für jedes Arbeitsverhältnis. Damit es da nicht zu Streitigkeiten kommt, sollten Sie diese Dinge beachten.

Das sollten Sie bei Ihrem Arbeitsvertrag beachten

Das sollten Sie bei Ihrem Arbeitsvertrag beachten

Ein Arbeitsvertrag kann auch heute noch mündlich abgeschlossen werden. Es gibt kein Schriftformerfordernis, von befristeten Verträgen einmal abgesehen. Der Abschluss eines schriftlichen Vertrages ist natürlich sowohl dem Arbeitgeber als auch dem Arbeitnehmer zu raten. Denn was eindeutig feststeht, kann später zu keinen Missverständnissen und Streitigkeiten führen.

Sämtliche Klauseln in einem Formularvertrag sind dann unwirksam, wenn sie entweder überraschend auftauchen oder den Arbeitnehmer einseitig benachteiligen. Denn der Formulararbeitsvertrag wird nach dem Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen geprüft.

Außerdem existiert noch das Nachweisgesetz. Danach ist ein Arbeitgeber ohnehin verpflichtet spätestens 1 Monat nach dem vereinbarten Beginn eines Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen. Da ist es ziemlich offensichtlich, dass der Abschluss eines schriftlichen Arbeitsvertrags die einfachere und praktikablere Lösung ist.

Nach dem Nachweisgesetz ist folgendes aufzunehmen:

  1. der Name und die Anschrift der Vertragsparteien,
  2. der Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses,
  3. bei befristeten Arbeitsverhältnissen: die vorhersehbare Dauer des Arbeitsverhältnisses,
  4. der Arbeitsort oder, falls der Arbeitnehmer nicht nur an einem bestimmten Arbeitsort tätig sein soll, ein Hinweis darauf, dass der Arbeitnehmer an verschiedenen Orten beschäftigt werden kann,
  5. eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit,
  6. die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit,
  7. die vereinbarte Arbeitszeit,
  8. die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs,
  9. die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses,
  10. ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind.

Regelungen für Praktikanten

Auch bei Praktikanten gilt Ähnliches. Hier hat der Arbeitgeber folgendes aufzunehmen:

  1. Name und Anschrift der Vertragsparteien,
  2. die mit dem Praktikum verfolgten Lern- und Ausbildungsziele,
  3. Beginn und Dauer des Praktikums,
  4. Dauer der regelmäßigen täglichen Praktikumszeit,
  5. Zahlung und Höhe der Vergütung,
  6. Dauer des Urlaubs,
  7. ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Praktikumsverhältnis anzuwenden sind.

Bildnachweis: © gajus/123rf.com

 

 

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