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Das schreibt Ihnen das Jugendarbeitsschutzgesetz als Ausbilder vor

Lesezeit: 2 Minuten Beschäftigen Sie Auszubildende unter 18 Jahren, dann sollte das Jugendarbeitsschutzgesetz immer griffbereit auf Ihrem Schreibtisch oder per Favorit gespeichert in Ihrem Browser vorhanden sein. Nur dann sind Sie nämlich in der Lage, Ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen und Gesundheitsgefährdungen bei Ihren Auszubildenden zu vermeiden.

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Das schreibt Ihnen das Jugendarbeitsschutzgesetz als Ausbilder vor

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Dabei denken Sie zunächst einmal an die Arbeitsbedingungen. Gerade minderjährige Auszubildende sollten weder Hitze noch Kälte oder Nässe ausgesetzt sein. Ebenso sind Lärm, Strahlen und Erschütterungen tabu. Gefährdungen durch gefährliche Stoffe, beispielsweise chemischer oder biologischer Art, sind ohnehin zu vermeiden. Berücksichtigen Sie dabei auch die individuelle physische und psychische Belastbarkeit Ihrer Azubis.

Grundsätzlich sollten Sie Auszubildende, die noch keine 18 Jahre alt sind, mindestens alle 6 Monate über Unfallgefahren in einer Schulung aufklären. Darüber hinaus gilt dies zusätzlich, wenn ein Auszubildender an einer gefährlichen Maschine arbeitet, oder er erstmalig in einem gefahrengeneigten Arbeitsbereich tätig ist. Grundsätzlich empfehle ich eine Schulung zu Beginn jedes Ausbildungsabschnitts. Denken Sie aber daran, dass selbst dann, wenn sich das Arbeitsumfeld nicht ändert, alle 6 Monate eine Schulung fällig ist.

Besondere Arbeits- und Pausenzeiten

Beträgt die Arbeitszeit eines jugendlichen Auszubildenden mehr als 6 Stunden, was an einem Ausbildungstag die Regel ist, hat er Anspruch auf mindestens 60 Minuten Pause. Zudem beachten Sie, dass ein Nachtarbeitsverbot besteht, welches grundsätzlich existiert, in einigen wenigen Branchen aber zumindest abgemildert werden kann. Gleiches gilt für die Arbeit am Wochenende. Sie ist zunächst einmal verboten, allerdings gibt es Branchen, die Wochenendarbeit in einem bestimmten Rahmen erlauben.

Eine besondere Regelung existiert bei der Verpflichtung, im Anschluss an den Berufsschulbesuch noch in den Betrieb zu kommen. Hat ein minderjähriger Auszubildender mehr als 5 Stunden Berufsschule, dann wird diese Zeit mit 8 Stunden auf die Arbeitszeit angerechnet. Somit bestellen Sie Ihren Azubi dann nicht mehr in das Unternehmen.  

Sieht der Stundenplan in der Berufsschule allerdings mehr als einen Berufsschultag in der Woche vor, dann gilt diese Regelung nur an einem der beiden Tage. Das bedeutet, dass der zweite Tag lediglich mit 5 Stunden (bzw. mehr inkl. Pausen) angerechnet. Volljährige Azubis hingegen müssen ihren Arbeitstag im Anschluss an die Berufsschule, wenn die tägliche Arbeitszeit noch nicht absolviert ist, im Betrieb abschließen.

Im Zweifel die Eltern informieren

Denken Sie daran, dass die Erziehungsberechtigten der minderjährigen Azubis den Ausbildungsvertrag unterschrieben haben. Damit haben Sie die Pflicht, diese auf dem Laufenden zu halten, beispielsweise wenn es Probleme gibt. So stellen Sie eine Abmahnung beispielsweise immer auch den Eltern zu. Beachten Sie allerdings, dass diese Verpflichtung aufhört, sobald der Azubi 18 Jahre alt wird. Markieren Sie sich diesen Termin bereits heute im Kalender. Dann dürfen Sie nämlich keineswegs mehr die Eltern informieren. Der Azubi ist dann für sich allein verantwortlich und hat auch ein Recht darauf.

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