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Das Schema der Zuschlagskalkulation nutzen

Lesezeit: 2 Minuten Für die Berechnung des Selbstkostenpreises wird bei der differenzierenden Zuschlagskalkulation ein ganz bestimmtes Schema verwendet. Durch Addition von verschiedenen Einzel- und Gemeinkosten lassen sich so für jeden Kostenträger die Selbstkosten ermitteln.

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Das Schema der Zuschlagskalkulation nutzen

Lesezeit: 2 Minuten

Die Zuschlagskalkulation wird insbesondere von Unternehmen eingesetzt, die ganz unterschiedliche Produkte anbieten. Hierzu differenziert die Zuschlagskalkulation zwischen Einzelkosten, die den Kostenträgern direkt zugerechnet werden, und den Gemeinkosten, die indirekt mithilfe von Bezugsgrößen und Zuschlägen verrechnet werden.

Verfahren der Zuschlagskalkulation

Bei der Zuschlagskalkulation können Sie zwischen verschiedenen Varianten unterscheiden, vor allem zwischen der summarischen und der differenzierenden Zuschlagskalkulation. Bei der summarischen Zuschlagskalkulation können Sie darüber hinaus zwischen dem kumulativen und dem elektiven Verfahren differenzieren.

Grundschema der differenzierenden Zuschlagskalkulation

Mit der differenzierenden Zuschlagskalkulation verrechnen Sie die
Kosten differenziert nach verschiedenen Kostenstellen. Das Verfahren
verwendet hierzu Bezugsgrößen, die in einer möglichst engen Beziehung
zur Gemeinkostenentwicklung stehen.

Das Grundschema der differenzierenden Zuschlagskalkulation arbeitet in der Regel mit den folgenden vier Kostenbereichen:

Allerdings wird bei der differenzierenden Zuschlagskalkulation der Fertigungsbereich weiter in einzelne Fertigungsstellen untergliedert.

Das Kalkulationsschema der differenzierenden Zuschlagskalkulation

Für die Berechnung des Selbstkostenpreises wird bei der differenzierenden Zuschlagskalkulation das folgende Grundschema verwendet:

Fertigungsmaterial

+ Materialgemeinkosten

= Materialkosten

 

Fertigungslohn

+ Sondereinzelkosten der Fertigung

+ Fertigungsgemeinkosten

= Fertigungskosten

 

Materialkosten

+ Fertigungskosten

= Herstellkosten

 

Herstellkosten

+ Verwaltungsgemeinkosten

+ Vertriebsgemeinkosten

+ Sondereinzelkosten des Vertriebs

= Selbstkosten

Bei diesem Schema der Zuschlagskalkulation werden die Gemeinkosten mithilfe eines prozentualen Zuschlagssatzes berechnet, der in der Kostenstellenrechnung ermittelt wird. So ergeben sich beispielsweise die gesamten Materialkosten durch eine einfache Addition:

Fertigungsmaterial

+ Materialgemeinkosten (in Prozent vom Fertigungsmaterial)

= Materialkosten

Die gesamten Fertigungskosten enthalten schließlich noch die Fertigungsgemeinkosten, die sich bei der summarischen Zuschlagskalkulation ebenfalls als prozentualer Aufschlag von den Fertigungslöhnen ergeben:

Fertigungslohn

+ Sondereinzelkosten der Fertigung

+ Fertigungsgemeinkosten (in Prozent vom Fertigungslohn)

= Fertigungskosten

Das Schema der Zuschlagskalkulation führt zu falschen Entscheidungen

Leider führt die Anwendung des Schemas der Zuschlagskalkulation nicht selten zu Fehlentscheidungen, da sich kaum Bezugsgrößen finden lassen, die in einem proportionalen Verhältnis zur gewählten Zuschlagsbasis stehen. Davon abgesehen ist heute der Anteil der Fertigungsgemeinkosten an den gesamten Fertigungskosten so groß, dass Zuschlagssätze von über tausend Prozent ergeben können. Die Ergebnisse des Schemas der Zuschlagkalkulation sind daher mit Vorsicht zu genießen.

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