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Das nervt Kollegen: Besserwisserei und Unzuverlässigkeit

Lesezeit: 2 Minuten "Ich bin nun mal anspruchsvoll und kann Idioten nicht ausstehen!" - wer solche Töne von sich gibt, muss sich nicht wundern, wenn kein Teamgefühl aufkommt. Hier hilft nur eine selbstkritische Überprüfung, ob die Kollegen sich zu Recht zurückhaltend oder ablehnend verhalten. Doch Sie haben es selbst in der Hand, Ihr Verhalten zukünftig in andere Bahnen zu lenken. Lesen Sie die Anregungen dazu.

2 min Lesezeit
Das nervt Kollegen: Besserwisserei und Unzuverlässigkeit

Das nervt Kollegen: Besserwisserei und Unzuverlässigkeit

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Kennen Sie das? Sie merken, dass die meisten Kollegen untereinander einen herzlicheren und entspannteren Umgang pflegen als mit Ihnen. Zwar wissen Sie, dass Sie sich im kollegialen Kreis nicht „lieben“ müssen. Doch ein freundlicheres Klima und eine bessere Kollegialität wünschen Sie sich dennoch.

Manchmal vermuten Sie, dass es an Ihnen selbst liegen könnte. Denn vielleicht haben Sie sich im Laufe der Zeit einige unschöne Verhaltensweisen angewöhnt? Und die können die Kollegen nerven und zu einer Reizstimmung führen. Und wenn das so ist, fällt Ihnen das vielleicht schon nicht mehr auf -“ den Kollegen aber schon.

Das nervt! Besserwisserei

„Warum machst du das nicht so?“ und „Frag mich doch gleich!“oder „Ich hätte das ja so gemacht…“. Als überheblicher Hinweis auf die eigene Überlegenheit ist ein solches Verhalten im Kollegenkreis ein absolutes No-Go. Bedenken Sie, dass niemand allwissend ist. Und wer Kollegen „vorführt“ und dumm dastehen lässt, macht sich unbeliebt. Und disqualifiziert sich selbst als jemand mit vielleicht einer „1“ im Faktenwissen, aber einer „6“ im Sozialverhalten.

Mein Tipp: Lernen Sie, sich zurückzunehmen und die Kenntnisse und Fähigkeiten Ihrer Mitmenschen wertzuschätzen. Wenn Sie lauthals verkünden, „anscheinend nur noch von Idioten umgeben“ zu sein, habe ich eine Alltagsübung für Sie: Finden Sie für jeden der „Idioten“ mindestens drei positive Eigenschaften, die Sie an dem anderen wertschätzen können.

Sie finden keine? Dann machen Sie sich klar: Jeder Mensch hat gute Eigenschaften. Erst der Blick und die Bewertung des Gegenübers entscheidet, wie jemand wahrgenommen wird. Sie haben es nicht nötig, andere abzuwerten, um selbst besser dazustehen.

Das nervt! Unzuverlässigkeit

Unzuverlässigkeit wiederum ist nicht nur nervig, sondern bereitet anderen oft Probleme. „Ich dachte, ich schaffe es noch, aber es hat leider nicht geklappt.“ Wenn das ab und zu einmal passiert, ist das sicher verzeihlich. Doch wenn Sie sich als häufigen Unsicherheitsfaktor für Ihre Kollegen entpuppen, ist das keine Kleinigkeit. Wie es im Volksmund heißt: „Wenn du dich auf den verlässt, dann bist du auch verlassen.“

Wie können Sie das zukünftig vermeiden?

Wenn Sie Zusagen machen, dann seien Sie auch verbindlich. Erlauben Sie sich keine lahmen Ausreden mehr. Wenn es schief geht, dann lernen Sie, zu Ihrem Versäumnis zu stehen. Wichtig ist, den anderen sofort zu informieren, wenn Sie Versprechen nicht einhalten können.

Und Ihre Begründung sollte mehr sein als ein „da bin ich leider nicht zu gekommen.“ Üben Sie, Ihre Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Seien Sie sparsam mit Versprechen. Bitten Sie sich Zeit zum Nachdenken aus, bevor Sie eine Zusage machen.

Jetzt sind Sie dran – holen Sie sich Feedback

Haben Sie sich mit selbstkritischem Blick in den Beschreibungen erkannt? Dann fragen Sie eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens nach deren ehrlicher Einschätzung. Sagen Sie einfach: „Ich habe den Eindruck, dass ich…“ oder „Es wäre für mich eine große Hilfe, wenn du mir deine ehrliche Meinung dazu sagen würdest. Wie siehst du das?“

Noch ein Tipp: Wenn Sie das „Geschenk“ eines ehrlichen, wenn auch vielleicht unangenehmen Feedbacks erhalten, sagen Sie einfach „Danke“. Verzichten Sie unbedingt darauf, sich zu rechtfertigen und Ihr Verhalten zu erklären. Überlegen Sie besser gemeinsam, wie sich der sympathische Mensch, der Sie doch eigentlich sind, auch bei den Kollegen zeigt.

Gutes Gelingen! Ihre Wera Nägler, Expertin für Büroorganisation

Bildnachweis: Jeanette Dietl / stock.adobe.com

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