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Das Kurzprofil oder die Dritte Seite in der Bewerbung

Lesezeit: 2 Minuten Die so genannte Dritte Seite, auch Kurzprofil genannt, soll spezielle, individuelle Informationen transportieren, um die Daten aus den übrigen Unterlagen effektiv abzurunden und weitergehendes Interesse beim Personalchef zu wecken.

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Das Kurzprofil oder die Dritte Seite in der Bewerbung

Das Kurzprofil oder die Dritte Seite in der Bewerbung

Lesezeit: 2 Minuten

Ob die Dritte Seite oder ein Kurzprofil in der Bewerbung sinnvoll ist, daran scheiden sich die Geister, ähnlich wie beim Thema Deckblatt. In vielen Fällen kann das Kurzprofil jedoch eine sinnvolle Ergänzung zu den übrigen Unterlagen darstellen, zumindest wenn die nachfolgend aufgeführten Aspekte beachtet werden.

Keine Allgemeinplätze und Wiederholungen des Lebenslaufs im Kurzprofil

Viele Bewerber verschenken wichtiges Potenzial bei der Dritten Seite, indem sie allgemeingültige Eigenschaftsbeschreibungen wie flexibel und belastbar, voraus denkend und engagiert, freundlich, genau etc. aufführen. Das Kurzprofil wirkt somit nichtssagend und austauschbar, auch wenn auf dem Blatt ein ansprechendes Bewerbungsportrait zu finden ist.

Ebenso wenig zielführend ist es, auf der Dritten Seite noch einmal die Inhalte des Lebenslaufs in Kurzform zu wiederholen. Wiederholungen nerven nicht nur den Zuschauer beim Fernsehen, sondern auch den Personalchef bei der Sichtung von Bewerbungsunterlagen.

Mögliche Alternativen im Kurzprofil

Um das Potenzial der Dritten Seite auszuschöpfen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • ein passendes Sprichwort oder kurzes Gedicht, das die Motivation und Persönlichkeit des Bewerbers wiedergibt
  • eine zum Berufsbild passende Aussage, vergleichbar mit einem Werbeslogan. Auf der Seite von jova-nova.com beispielsweise wird hierzu das Beispiel einer Bauingenieurin angeführt. Unter der Zeichnung einer Kranführerin steht in schräger Schreibschrift geschrieben „Ich möchte bei Ihnen etwas bewegen!“ Dies kann handschriftlich erfolgen oder über die Funktion WordArt.

Es geht um eine kurze, prägnante Zusammenfassung der eigenen Stärken und Charaktereigenschaften, nicht um eine Wiederholung bereits erwähnter Inhalte an anderer Stelle oder um die Füllung des Kurzprofils mit allgemeinen Beschreibungen, die sicherlich auch auf zig andere Menschen zutreffen.  

Im Kurzprofil ist Kreativität ist gefragt

Je nach Berufsbild und Unternehmen können alternativ zu einem Word-Dokument auch eine PowerPoint-Folie (z. B. bei Designern, Sekretärinnen, Grafikern) oder ein MS Project-Chart (etwa bei einer Projektleiterin) zum Einsatz kommen.

Dennoch ist zu beachten, dass die Dritte Seite nicht mit Inhalten überfrachtet werden sollte. In der Regel genügen die Kopfzeile, die das Dokument als Kurzprofil ausweist (optional), das Foto und ein kurzer Satz bzw. ein kurzes Gedicht. Es wäre vollkommen overdressed, mit vielen verschiedenen Farben zu arbeiten, mehrere ClipArts einzufügen und zusätzlich noch einen Schriftzug in WordArt zu wählen.

Die Kernaussage würde durch eine allzu bunte Gestaltung überlagert. Selbst bei einer Bewerbung um ein Schulpraktikum in einer Werbeagentur würde eine derartige Gestaltung vollkommen übertrieben wirken. In als sehr seriös und konservativ bekannten Branchen wie Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Anwaltskanzleien oder Bankenwesen würde ein allzu buntes Design sogar ein K. O.-Kriterium für die eigene Bewerbung sein.

Bildnachweis: Alexander Raths / stock.adobe.com

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