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Cybermobbing? Bei uns nicht!

Lesezeit: 2 Minuten Sicherheit in der Schule betrifft auch den Umgang mit virtuellen Medien, denn mit dem Nutzen ist auch der Missbrauch in die Pausenhöfe eingezogen. Cyber-Mobbing hat viele Gesichter: Zum Beispiel werden blamable Foto eines Mitschülers bei Facebook veröffentlicht oder beleidigende SMS auf das Handy eines Mitschülers geschickt. So wird mit modernen Medien gemobbt oder bloßgestellt.

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Cybermobbing? Bei uns nicht!

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Cybermobbing – kein Einzelfall

Es geschieht aus Rache, um den anderen auszugrenzen oder um die eigene Frustration oder Langeweile zu überwinden. Oftmals ist den Tätern nicht bewusst, dass sie hier eine strafbare Handlung begehen und in welchem Ausmaß sie damit den Mitschüler psychisch und sozial schädigen. Durch die Zugänglichkeit im Internet, werden die eingestellten Inhalte weltweit zugänglich, die Verbreitung ist nicht zu kontrollieren. Das Ausmaß und der Spielraum der Schädigung beim Cybermobbing sind viel größer als beim Mobbing auf dem Schulhof. Das Opfer kann sich meist nicht wehren, da der Täter anonym bleibt.

In der Befragung der JIM-Studie 2011 (Jugend, Information, (Multi-) Media – Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland) des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest, bestätigte jeder siebte Jugendliche, dass über ihn schon einmal peinliche oder beleidigende Inhalte ins Internet gestellt wurden. Sorgen Sie gemeinsam mit Ihren Lehrern deshalb unabhängig davon, ob an Ihrer Schule bereits solche Fälle bekannt geworden sind, mit den folgenden Tipps vor.

Fördern Sie die Bewusstseinsbildung:

  1. Informieren Sie im Rahmen der Medienerziehung über Cyber-Mobbing.
  2. Zeigen Sie die psychischen und sozialen Wirkungen beim Betroffenen auf. Hier eignen sich Fallbeispiele und Rollenspiele, um Empathie und soziale Sensibilität zu fördern.
  3. Weisen Sie darüber hinaus darauf hin, dass die Anonymität des Täters Grenzen hat.
  4. Stellen Sie auch die rechtlichen Folgen solcher Handlungen dar. So wird Ihren Schülern klar, dass Cybermobbing kein Gag ist, um anzugeben oder „mal einem eins auszuwischen“.
  5. Holen Sie Fachkräfte zur Hilfe, die besonders überzeugend und eindringlich über Konsequenzen von Cyber-Mobbing referieren, z.B. Präventionsbeamte der Polizei, Medienberater oder Multiplikatoren, die speziell ausgebildet sind.

Pflegen Sie eine Kultur des Respekts

Nehmen Sie das Thema Cyber-Mobbing auch in Ihre Schul-Charta oder Ihre Schulordnung auf, die Ihre Lehrer gemeinsam mit Eltern- und Schülervertretern erarbeiten. Ergänzen Sie diesen Verhaltenskodex mit dem Verzicht, Handy und Handykamera während der Schulzeit zu nutzen und Abwertendes über Mitschüler via Handy oder Internet zu verbreiten. Lassen Sie diese Erziehungsvereinbarung zu Beginn des Schuljahres von Eltern und jedem Schüler unterschreiben.

Fazit: Eine sichere Schule setzt sich nicht nur die körperliche Unversehrtheit Ihrer Schüler zum Ziel, sondern auch die psychische und soziale. Gehen Sie deshalb aktiv gegen Cybermobbing vor.

Bildnachweis: samuel / stock.adobe.com

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