Computerstress: Emails lösen massiven Stress aus

Wenn Sie diesen Artikel im Internet lesen, haben sie mit Sicherheit Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Computern gemacht. Und Sie haben auch schon Computerstress erlebt! Von kleinen Frustrationen bis zu richtigen Wutausbrüchen.

Computerstress ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Unser Lebensstil ist weitestgehend abhängig von neuester Informationstechnologie. Online-banking, Internet-shopping, soziale Netzwerkseiten oder Firmen- und Imagepräsentationen im Netz sind nur einige Beispiele.

Das lässt sich auch mit Zahlen belegen. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2007 konnte zeigen, dass viele Menschen (65% der Teilnehmer der Studie) mehr Zeit mit dem Computer als mit ihrem Lebenspartner verbringen.

Ein besonderes Thema sind Emails!

Egal ob jung oder alt – jeder nutzt sie heute. Es geht kaum noch ohne. Nach einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) fühlen sich 1/3 aller Angestellten in Deutschland durch die Emailflut stark gestresst: Computerstress.

Der Druck ständig kurzfristig erreichbar zu sein -auch eine Form von Computerstress- wird als sehr belastend wahrgenommen. Er rangiert in der Stressrangliste direkt nach dem Termindruck an zweiter Stelle.

Statistisch gesehen empfängt und sendet ein Büroarbeiter täglich ca. 180 Nachrichten. Das ist Informationschaos und Computerstress pur. Wichtige Aufgaben für längere Zeit an einem Stück zu bearbeiten, scheint so unmöglich. Das wäre aber wichtig, weil die Konzentration und Leistungsfähigkeit durch Unterbrechungen (Emails, Telefon, Kollegen etc.) stark gestört wird und man ca. 20 Minuten braucht, um wieder genauso konzentriert zu arbeiten, wie vor der Störung. So entsteht zusätzlicher Stress.

„Die Folgen sind psychische Krankheiten, sinkende Arbeitszufriedenheit und die Zunahme von Krankheitstagen.“ so ein Experte der Techniker Krankenkasse.

Es ist daher für jedes Unternehmen eine wichtige Frage, wie die Emailflut und der Computerstress eingedämmt werden kann und / oder die Kommunikation per Email zeitlich eingegrenzt werden kann, um Zeit für wichtige Arbeiten zu schaffen. Möglich wäre z. B. den Empfang von Emails auf bestimmte Zeitfenster, z. B. eines vormittags und eines abends zu begrenzen. Ergonomische Büroeinrichtungen, Hard- und Software ist ein weiterer wesentlicher Aspekt bei der Prävention von Computerstress.

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