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Comeback statt Burnout

Lesezeit: 3 Minuten Fühlen Sie sich schon länger überfordert? Können Sie Ihre Ziele nicht mehr realisieren? Fehlen Ihnen geeignete Lösungsstrategien für Ihre Probleme? Vielleicht fühlen Sie sich auch körperlich schlecht, neben Erschöpfung kennen Sie auch häufige Kopfschmerzen, dauernde Müdigkeit sowie Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Was tun gegen Burnout?

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Comeback statt Burnout

Comeback statt Burnout

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Möglicherweise wird Ihr innerer Zustand durch eine unspezifische Angst vor Versagen geprägt; Lustlosigkeit, Gereiztheit und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit sind Ihre ständigen Begleiter. Vielleicht sind Sie auf dem besten Wege in die Burnout-Falle. Zeit zur Umkehr.

Verbessern Sie Ihre Stresskompetenz – identifizieren Sie Ihre Stressverstärker

Zur Umkehr kann Ihnen zunächst eine Verbesserung Ihrer Stresskompetenz verhelfen. Schaffen Sie sich ein wirksames Instrument zum jederzeitigen Zugriff auf Ihre Ressourcen und identifizieren Sie bereits im Vorfeld Ihre Stressverstärker. Unter Stressverstärkern versteht man alle Gedanken, Bewertungen und Einstellungen, die dazu führen, dass Stressoren tatsächlich als Stress auslösend wahrgenommen werden.

Für die Suche nach Stressverstärker ist das Konzept der (neuro-)logischen Ebenen aus dem NLP sehr hilfreich. Es beschreibt den Menschen als Ganzes, als seine Persönlichkeit. Menschliche Probleme können auf den unterschiedlichen Ebenen der Persönlichkeit angesiedelt sein. Dabei wird die jeweilig untere Ebene von der darüber liegenden bestimmt und organisiert.

Stressverstärker auf einer höheren Ebene ziehen zwangsläufig Störungen auf den unteren Ebenen nach sich. Entsprechende Gegenmaßnahmen auf den unteren Ebenen führen nur schwer zu Veränderungen auf den höheren Ebenen. So wird z. B. reines Verhaltenstraining keine nachhaltigen Auswirkungen auf Ihre Überzeugungen haben und damit auch nicht die Stressreaktion verhindern.

Um es mit Einstein zu erklären: „Ein Problem löst man nicht auf der Ebene, auf der es entstanden ist.“

Zwar muss man nicht jede kleine Änderung auf einer höheren Ebene bearbeiten, (Stress-) Veränderungsarbeit auf einer zu niedrigen Ebenen kann jedoch leicht in die Hose gehen. Gehen Sie also die einzelnen Ebenen einmal in Ruhe durch und identifizieren Sie Ihre Stressverstärker:

Ihre Identität

Identität ist das grundlegende Selbstbild, das Sie von sich, Ihrem Verhalten, Ihren Fähigkeiten und Überzeugungen haben. Hier ist ein gesundes Selbstbewusstsein eine gute Energiequelle, um Stress vorzubeugen.

Selbstbewusste Menschen wissen, wer sie sind und was sie sich selbst Gutes tun können. Stress wird hier verstärkt, wenn die eigene Persönlichkeit nicht gelebt werden kann. So kann es sein, dass man gerade als Führungskraft die eigene Persönlichkeit verstecken und eine fremde Rolle (Rollenkonflikt) spielen muss, gewissermaßen eine Maske trägt.

Tipp: Eine optimale Rollengestaltung schaffen Sie dann, wenn Sie die eigenen Ziele möglichst gut mit den Anforderungen des Unternehmens verknüpfen. Machen Sie sich im ersten Schritt klar, welche Erwartungen das Unternehmen an Sie hat und vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihren eigenen Werten und Erwartungen.

Überzeugungen

Überzeugungen bestehen aus Werten und Glaubenssätzen. Werte sind Leitideen des Lebens, die wir bewusst oder unbewusst für wichtig halten und dementsprechend schätzen. Werte sind das, worauf wir zustreben oder wegstreben. Glaubenssätze sind Motive und Leitideen, die wir als Grundlage des alltäglichen Handelns und für den Einsatz unserer Fähigkeiten anwenden. Sie sind Verallgemeinerungen aus früheren Erfahrungen und individuelle Theorien, warum etwas so und nicht anders ist.

Tipp: Überprüfen Sie, ob Ihre Glaubenssätze Sie daran hindern, Ihre Werte zu leben. So könnte „Glück“ ein wichtiger Wert für Sie sein. Demgegenüber steht vielleicht der Glaubenssatz, kein Glück verdient zu haben.

Schreiben Sie Werte und Glaubenssätze auf und prüfen Sie, wo beide sich konträr gegenüberstehen. Bei der Gelegenheit sollten Sie auch prüfen, welche Glaubenssätze eher hinderlich für Sie sind. Ersetzen Sie diese durch motivierende. Statt „Ich setze mich immer so unter Druck“ wäre besser: „Ich kann auch mal gelassen sein“.

Fähigkeiten

Fähigkeiten sind kognitive und emotionale Prozesse, die ein bestimmtes Verhalten möglich machen. Fehlen ausreichend Fähigkeiten, z. B. Selbst- und Zeitmanagement, positive Motivationsstrategien oder die Fähigkeit, angemessene Grenzen aufzuzeigen, haben Sie einen perfekten Stressverstärker.

Tipp: Der Erwerb geeigneter Fähigkeiten, um das eigene Verhalten besser beeinflussen zu können, hängt stark von den eigenen Glaubenssätzen ab. Wer Misserfolg als nicht beeinflussbar ansieht, nimmt sich selbst die Chance zur Entwicklung der eigenen Fähigkeiten. Überlegen Sie, welche Fähigkeiten Sie erwerben müssten, um leichter „abschalten“ zu können.

Verhalten

Fähigkeiten beeinflussen die Verhaltensweisen, die meistens bereits zu Gewohnheiten geworden sind. Gewohnheiten bestimmen unser Leben, sie können uns fördern, aber auch hindern. Fragen Sie sich, welche Gewohnheiten den Stress verstärken. Eine Gewohnheit sind z. B. stereotype Redewendungen. Unsere Sprache bestimmt unser Handeln und oftmals sind es gerade diese stereotype Redewendungen, die den Stress verstärken.

Tipp: Überlegen Sie, welche Begriffe und Floskeln Sie am Arbeitsplatz und in der Familie bevorzugt verwenden. Was verstehen Sie darunter, was verstehen Ihre Gesprächspartner darunter? Denken Sie daran, dass sich Stress auch leicht an bestimmten „Schlüsselbegriffen“ festmachen lässt.

Umwelt

Diese Ebene beinhaltet die gesamte äußere Umgebung, die unseren persönlichen Zustand beeinflusst. Überprüfen Sie einmal den beruflichen Bereich auf positive und negative Reize. Eine einseitige und stark gefilterte Wahrnehmung ist ein perfekter Stressverstärker.

Tipp: Installieren Sie Kraftquellen im Büro. Das könnte ein besonderer Stuhl sein, ein bestimmter Platz, der nur Ihnen zur Verfügung steht, oder ein Bild. Verbinden Sie diese Gegenstände mit besonders positiven Gefühlen.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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