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Bis dass der Frust sie scheidet

Lesezeit: 2 Minuten Traurig, aber wahr: Viele Führungskräfte wundern sich, wenn langjährig verdiente, treue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter "plötzlich" ihren Verantwortungsbereich beziehungsweise das Unternehmen aus purem Frust verlassen wollen.

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Bis dass der Frust sie scheidet

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Die Anzeichen sind häufig offensichtlich und unübersehbar
Die Führungskräfte müssen sie allerdings auch wahrnehmen können.

Nicht einmal ein müdes Lächeln haben sie mehr übrig. Sie besitzen keinerlei Antrieb mehr und haben die innere Kündigung längst ausgesprochen; sie gehen den Kolleginnen und Kollegen vorsätzlich aus dem Weg, meiden Gespräche über die Firma und über ihren Vorgesetzten . Sie kommen als Letzte und gehen pünktlicher als gewohnt. Auf einen Fall mehr auffallen. Viele Anzeichen signalisieren nicht mehr vorhandene Arbeitslust. Der Frust beherrscht das Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Führungskraft.

Die Rede ist von scheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zu den Leistungsträgern im Unternehmen zählten. In diesem Stadium sind sie oft bereits seit geraumer Zeit auf Bewerbungstrip.

Interesse und Achtung der Führungskräfte fehlen und die Sinnlosigkeit des Tuns wird radikal bewusst
Solche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich nicht mehr beachtet und geachtet, registrieren das mangelnde Interesse an ihrer eigenen Person und steigern sich schließlich so weit in ihre negative Wahrnehmung hinein, bis sie sich nicht mehr wohlfühlen können. Die Kolleginnen und Kollegen haben das im Gegensatz zur vorgesetzten Führungskraft meist schon lange bemerkt. Und die Führungskraft selbst?

Mangelndes Wahrnehmungsvermögen, wenig Interesse am Leistungswillen der Mitarbeiter und eine abgestumpfte Sensibilität diesen gegenüber sind die Ursachen für Ihr Verhalten. Sie ist oft überlastet, haben keine Zeit und auch kein Interesse, sich wirklich mit der Motivationslage ihrer Mitarbeiter zu beschäftigen. Sie nehmen diese offensichtlichen Symptome meist billigend in Kauf. Kommt es dann zur Kündigung, geben sie sich überrascht und unverständlich, wie enttäuscht sie sind. Einen solchen Schritt jedenfalls, so beteuern sie meist, haben sie aber nicht erwartet. “Ziehende Pferde“ soll man nicht aufhalten, heißt es schließlich und das Kapitel ist abgeschlossen.

Das Unternehmen aber hat das Nachsehen. Solche Führungskräfte verschlingen durch ihre mangelhafte Führungsleistung riesige Budgets. Steigende Personalkosten, eine geringere Produktivität neuer Mitarbeiter in den ersten Monaten der Beschäftigung und der bittere Beigeschmack der verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben. Heute er oder sie? Und Morgen?

Die Bindung zum Mitarbeiter ist tagtäglich mit Kleinigkeiten   aktiv – positiv zu gestalten
Führungskräfte können, unabhängig von ihrer situativen Belastung, schon mit ein wenig Aufwand sehr Wirkungsvolles erreichen:

  • Begrüßen Sie die Ihnen anvertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich, begleitet von einem Smalltalk.
  • Zeigen Sie Interesse an ihrer Arbeit, was sie tun und wie sie es anstellen wollen, zum Ziel zu gelangen!
  • Orientieren Sie sich in der geschäftlichen Kommunikation des Öfteren an den gemeinsam geplanten und gesteckten   Zielen.
  • Widmen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehrmals im Jahr zwei Stunden Zeit für ein individuelles, persönliches Gespräch unter vier Augen und sprechen Sie über Alles, was Ihnen und Ihrem Mitarbeiter auf der Seele liegt.
  • Beobachten Sie immer das Verhalten Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und registrieren Sie Auffälligkeiten.
  • Fällt Ihnen etwas auf, sprechen Sie es ohne große Zeitverzögerungen, aber immer nur unter vier Augen, an.
  • Geben Sie Ihren Leistungsträgern eine echte Perspektive, bevor es Ihr Wettbewerb tut.

Freundliche Grüße aus Krefeld und viel Erfolg bei der Umsetzung
Theo van der Burgt

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