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BGH: Banken dürfen Kreditablösung nicht verteuern

Lesezeit: 1 Minute Verkaufen Sie eine gewerbliche oder private Immobilie, kommen Sie jetzt günstiger aus einem dafür noch laufenden Darlehen heraus. Der BGH hat klargestellt, dass die Banken nur einen Ausgleich für Ihre tatsächlichen Einbußen wegen der vorzeitigen Kreditablösung verlangen dürfen.

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BGH: Banken dürfen Kreditablösung nicht verteuern

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Die gängige Praxis, die der Bank durch die Kreditablösung entgangenen Zinsen nach dem Pfandbriefindex PEX zu berechnen, führt hingegen zu einem nicht marktgerechten Ergebnis. Der BGH schlägt vor, die zu zahlende Vorfälligkeitsentschädigung stattdessen anhand der Kapitalmarktstatistik der Deutschen Bundesbank zu berechnen (30.11.2004, Az: XI ZR 285/03). Das heißt für Sie: Erkundigen Sie sich im Fall einer vorzeitigen Kreditablösung wegen Immobilienverkaufs bei Ihrer Bank, auf welcher Basis sie die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet. Ist es PEX, verweisen Sie auf das Urteil, und bitten Sie um Vergleich mit den Kapitalmarktzinsen sowie ggf. um Herabsetzung der Entschädigung.

Beachten Sie: Wollen Sie ein Immobiliendarlehen nur umschulden, können Sie sich nicht auf das Urteil berufen. Denn anders als ein Verkäufer einer Immobilie haben Sie kein gesetzliches Recht darauf, dass die Bank eine Kreditablösung zulässt und Sie aus dem Kreditvertrag entlässt.

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