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Bewerbungen: Der Umgang mit Absagen

Lesezeit: 3 Minuten Gerade, wenn mehrere Absagen hintereinander folgen, verlieren Bewerber häufig den Mut und die Motivation für weitere Bewerbungen. Wie Sie trotzdem motiviert bleiben und welche Gründe für Absagen es gibt, lesen Sie im folgenden Artikel.

3 min Lesezeit
Bewerbungen: Der Umgang mit Absagen

Bewerbungen: Der Umgang mit Absagen

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Richard Bolles schreibt in seinem Beststeller „Durchstarten zum Traumjob“ (im Original: What colour is your parachute?), dass mit zunehmender Zahl der Absagen beim Bewerber ein so genanntes Ablehnungstrauma einsetzt. Jeder Mensch möchte geliebt und anerkannt werden, auch im Berufsleben, sodass mehrere Absagen hintereinander häufig zu Frust und Verunsicherung beim Bewerber führen. Manchmal geht dieses Ablehnungstrauma sogar soweit, dass Bewerber den Eindruck von sich selbst bekommen, mit ihnen stimme irgendwas nicht; insbesondere bei unfreundlichen, stilistisch schlechten Absagen.

Absagen auf Bewerbungen: mögliche Gründe

Sofern Sie den Ansprechpartner, an den Sie Ihre Bewerbung richten, nicht persönlich kennen, wissen Sie im Regelfall nicht, wen Sie anschreiben und welche Vorlieben und persönlichen Neigungen er bei der Bewerbervorauswahl hat. Eine Absage kann alle möglichen, nicht von Ihnen zu vertretenden Gründe haben: Vielleicht haben Sie etwas Seriöses im Internet veröffentlicht, das dem Personaler aber sauer aufgestoßen ist? Eventuell entsprechen Sie nicht dem von ihm präferierten Erscheinungsbild? Unter Umständen passen ihm frühere Arbeitgeber nicht, für die Sie einmal in der Vergangenheit tätig waren? Vielleicht spielten Ihr Alter, Geschlecht und/oder Ihre Nationalität eine Rolle bei der Bewerbervorauswahl?

Um es kurz zusammenzufassen: Sie können es nicht jedem recht machen. Wenn bei Ihnen alle fachlichen und persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind, die in der Ausschreibung gefordert wurden, sind die Gründe für Absagen, wie oben angesprochen, sehr vielfältig und individuell. Außerdem sollten Sie sich vor Augen führen, dass Sie gerne bei einem Arbeitgeber tätig werden möchten, der Sie aufgrund Ihrer persönlichen und fachlichen Voraussetzungen einstellt und schätzt und nicht wegen Ihrer Fähigkeit, sich bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen. In vielen Fällen ist dies im Hinblick auf Alter, Geschlecht oder Nationalität auch nicht möglich.

Oft gehen auf eine Ausschreibung mehrere hundert oder gar tausende Bewerbungen ein, sodass es bei dieser Fülle von Bewerbungen zum Lotteriespiel wird, ob jemand zum Gespräch eingeladen wird oder nicht. Vielleicht ist auch nur eine Stelle zu besetzen, sodass das Unternehmen auch guten, passenden Bewerbern absagen muss.

Absagen auf Bewerbungen: schlechter Stil oder Unfreundlichkeit

Manche Absagetexte erwecken beinahe den Eindruck eines persönlichen Angriffs auf den Bewerber wie zum Beispiel „Vielen Dank, dass Sie uns so einen offenen Einblick in Ihr interessantes Leben gewährt haben.“ oder „Mittlerweile haben wir die Entscheidung zur Besetzung der offenen Stelle getroffen. Leider nicht für Sie!“ Dies mutet zwar eher wie ein Angriff im Sinne von offener Ablehnung an, doch vielfach hat dies nichts mit Ihnen persönlich zu tun. Auch manche Personaler haben vielfach keine Idee, wie sie eine Absage möglichst stilvoll, aber auch nicht abgedroschen formulieren, ohne Schwierigkeiten hinsichtlich des AGG zu bekommen. Und wenn schon der Umgang mit Bewerbern nicht gerade freundlich ist, stellt sich die Frage, wie das Unternehmen erst mal mit seinen Mitarbeitern umgeht. In solchen Fällen hält sich die Enttäuschung über eine Absage normalerweise in Grenzen. Dies gilt auch für den Fall, dass eine Firma überhaupt nicht auf Ihre Bewerbung reagiert – weder im Guten noch im Schlechten.

Absagen auf Bewerbungen: Wege gegen das Ablehnungstrauma

Es ist verständlich, dass Absagen auf Bewerbungen zunächst auch am Selbstwertgefühl des Bewerbers kratzen und er sich nach einer Reihe von Absagen fragt, ob mit ihm alles in Ordnung ist. Bevor Sie sich selbst in Frage stellen, sagen Sie sich, dass es genug Menschen in Ihrem Umfeld gibt, die Sie mögen oder sogar lieben und dass es in Ihrem Leben bereits mindestens einen Arbeitgeber gab, der Sie so eingestellt hat, wie Sie sind und für den Sie Jahre oder sogar Jahrzehnte erfolgreich tätig waren.

Absagen auf Bewerbungen: wenn es nicht 100 %-ig gepasst hat

Es gibt selbstverständlich auch den Fall, dass sich Arbeitnehmer auf eine Stelle bewerben, die nicht so recht zu ihren Qualifikationen und den geforderten Kriterien in der Stellenausschreibung passen. Manchmal wird ein explizit ein abgeschlossenes Hochschulstudium gefordert, der Kandidat kann jedoch lediglich eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen, in vielen Fällen ist sehr gutes bis verhandlungssicheres Englisch unerlässlich, der Bewerber verfügt aber nur über Schulkenntnisse. Solche Kriterien führen ebenfalls häufig zu Absagen, vor allem, wenn viele Konkurrenten unter den Bewerbern dem geforderten Anforderungsprofil entsprechen.

Bildnachweis: nmann77 / stock.adobe.com

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