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Bewerbungen: Das Anschreiben – Absender (Teil 1)

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Sie derzeit ohne Arbeitsplatz sind, heißt das noch lange nicht, dass Sie arbeitslos sind. Im Gegenteil, Sie haben sogar einen Vollzeitjob: Die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Betrachten Sie diese Aufgabe bitte niemals als lästige Pflicht, die Sie mal eben nebenbei erledigen können. Damit Sie ernsthaft ins Rennen um einen Arbeitsplatz einsteigen können, bedarf es Sorgfalt. Wenn Sie das Rennen gewinnen wollen, bedarf es noch größerer Sorgfalt. Diese erreichen Sie nur, indem Sie Ruhe bewahren und sich die notwendige Zeit nehmen.

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Bewerbungen: Das Anschreiben – Absender (Teil 1)

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Manche der folgenden Informationen zum Thema Anschreiben werden Sie möglicherweise als selbstverständlich und damit für überflüssig halten. Sowohl während meiner Tätigkeit in der Personalabteilung als auch in meinen Seminaren sind mir jedoch immer wieder typische Fehlerquellen aufgefallen, auf die ich hier explizit hinweisen möchte, damit Sie in der Lage sind, auch den verborgenen Fettnäpfchen im Anschreiben souverän auszuweichen.

Das Anschreiben – Ihr Absender als Startpunkt

Wie bereits im Thema "Lebenslauf" erwähnt, können Sie bei Ihrem Absender gern von der Standardform abweichen und eine ansprechende Kopfzeile gestalten. Achten Sie unbedingt auf die korrekte Schreibweise Ihrer Daten; es gibt nichts Peinlicheres als Fehler in der eigenen Adresse. In meinen Seminaren bemerke ich zum Beispiel immer wieder Fehler im Straßennamen. Manchmal berufen sich meine Teilnehmer auf die Schreibweise auf dem Straßenschild. Aber auch diese Schilder sind von Menschen gemacht – und Menschen können sich irren.

Da an dieser Stelle das erste große Fettnäpfchen im Anschreiben droht, hier ein kleiner Exkurs in die deutsche Rechtschreibung:

Korrektes Anschreiben: Regeln zur Schreibweise von Straßennamen 

  • Treten zu den Wörtern "Straße", "Gasse", "Platz" usw. ein weiteres Substantiv, ein Name oder ein Adjektiv ohne Beugungsendung, werden sie zu einem Wort:
    Bahnhofstraße, Mühlenweg, Schillerstraße, Südstraße, Neumarkt, Lindenallee, Habsburgerallee
  • Straßennamen, die mehr als zwei Glieder haben (zwei Namen oder ein Name mit Titel), werden getrennt und mit Bindestrichen (ohne Leerzeichen) geschrieben:
    Konrad-Adenauer-Platz, Freiherr-von-Stein-Straße, Bürgermeister-Schmidt-Weg
  • Straßennamen mit einem gebeugten Adjektiv werden in zwei Wörtern geschrieben:
    Alter Marktplatz, Lange Gasse, Hoher Weg
  • Gleiches gilt für Straßennamen mit einer Wortform, die sich von einem Orts- oder Ländernamen ableitet:
    Kölner Platz, Hannoversche Heerstraße, Bremer Weg
  • Steht eine Präposition (Verhältniswort) am Anfang, ist sie großzuschreiben, folgende Adjektive werden grundsätzlich großgeschrieben:
    Unter den Eichen, Am Pferdemarkt, Am Breiten Tor, An der Alten Brücke

Übrigens: Auch nach der Rechtschreibreform bleibt es dabei, dass Straße und Grüße weiterhin mit ß geschrieben werden. Die Regel, die sich dahinter verbirgt:

  • Nach einem lang gesprochenen Vokal folgt ein ß wie in Straße und Grüße.
  • Nach einem kurz gesprochenen Vokal folgt das Doppel-S wie in Trasse und Küsse.
  • Nach einem so genannten Diphthong (Doppel-Vokal) folgt grundsätzlich ein ß, z. B. in außerdem, äußerst, fließend, reißend.

Ob Sie das Wort "Straße" ausschreiben oder abkürzen, überlasse ich Ihrem persönlichen Geschmack. Wichtig ist bei der Abkürzung "Str." der Punkt sowie das Leerzeichen vor der Hausnummer. Beide werden nach meinen Erfahrungen "gern" vergessen. Beispiel: Beelener Str. 23

Korrektes Anschreiben: Telefonnummern und E-Mail-Adressen

Für Festnetz- und Mobilfunknummern empfehle ich Ihnen die Schreibweise nach DIN. Das bedeutet, dass Vorwahl und Rufnummer jeweils in einem Block geschrieben und durch ein schlichtes Leerzeichen getrennt werden. Das Wort "Telefonnummer" können Sie mit "Tel." abkürzen, verzichten Sie jedoch bitte auf einen folgenden Doppelpunkt. Beispiele: Tel. 0611 1234567; Mobil 0150 9876543

Bei dem Wort "E-Mail" greift die deutsche Rechtschreibung. Schreibweisen wie e-mail, email, Email und dergleichen sind schlicht und ergreifend falsch. Der Provider spielt eine weniger wichtige Rolle, aber bitte achten Sie auf eine seriöse E-Mail-Adresse. Mit Adressen wie mausi05@web.de oder liebling1000@gmx.net vermitteln Sie Ihrem Ansprechpartner bestenfalls einen verspielten Eindruck.

Sollten sämtliche Varianten Ihres Namens bei dem gewünschten Provider bereits vergeben sein, können Sie versuchen, Ihr Geburtsjahr oder eine andere beliebige Zahl an den Namen anzuhängen. Beispiele: anna.meyer76@mail.de oder schmidt_m100@t-online.de

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