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Bewerbung schreiben: Warum sich manche Bewerbungen nicht lohnen

Lesezeit: 2 Minuten Aus manchen Stellenangeboten wird bereits ersichtlich, dass eine Bewerbung an das ausschreibende Unternehmen nicht viel Sinn macht. Woran sie unseriöse Stellenangebote erkennen und wo Sie sich die Zeit und Kosten, um eine Bewerbung zu schreiben, sparen können, lesen Sie im nachfolgenden Artikel.

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Bewerbung schreiben: Warum sich manche Bewerbungen nicht lohnen

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Manche Unternehmen versuchen, Bewerber mit einer übertrieben hippen, gut gelaunten Sprache zu ködern; etwa durch Sätze wie "Den ganzen Tag läuft im Hintergrund tolle Musik, Du arbeitest mit coolen Kollegen…" und ähnlichen Formulierungen – wobei "coole Kollegen" ohnehin eine individuelle Definition ist. Was der eine cool findet, findet der andere eher nervig.

Zur gewünschten Ausbildung und Berufserfahrung der Bewerber werden in der Regel keine näheren Angaben gemacht. Solche Anzeigen werden meist von unseriösen Call Centern geschaltet, wobei die Anrede "Du" bei Stellenanzeigen ohnehin unangebracht ist, zumal sich Unternehmen und Bewerber zu dem Zeitpunkt noch gar nicht kennen. Lediglich bei Stellenanzeigen, die sich an zukünftige Schulabgänger – also Auszubildende – richten, kann die Anrede "Du" vertretbar sein.

Sie sollten keine Bewerbung schreiben, wenn in Annoncen lediglich eine Telefonnummer genannt wird.

Hier ist zwar davon auszugehen, dass zunächst telefonische Bewerbungen erwünscht sind, aber auch die weiteren Angaben zur Stelle und zur geforderten Qualifikation sind eher dürftig. Sie werden meist lapidar mit "leicht erlernbare Tätigkeit" oder "verschiedene kaufmännische Tätigkeiten" umschrieben. Ein Firmenname wird vielfach überhaupt nicht angegeben, höchstens der Name eines Ansprechpartners, manchmal auch noch mit einer übertrieben vertraulichen Sprache, wie z. B. "Fragen Sie nach Leila!" oder "Rufen Sie unsere Frau Meyer ab Montag an!"

Auch sollten Sie keine Bewerbung schreiben auf Stellenangeboten, aus denen erkennbar wird, dass Ihre Unterlagen ggf. nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens vernichtet werden!

Manche Unternehmen scheinen es vollkommen normal zu finden, in ihren Stellenanzeigen zu erwähnen, dass die Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet werden, sofern kein Interesse am Bewerber besteht. Auch auf solche Anzeigen sollten Sie keine Bewerbung schreiben, denn solche Firmen zeigen bereits im Vorfeld, dass sie von ihren (zukünftigen) Mitarbeitern und Bewerbern nicht viel halten.

Anderenfalls würden solche Unternehmen wenigstens eine Antwort senden und bei postalischen Bewerbungen auch die Unterlagen zurückschicken, denn diese kosten auch dem Bewerber Geld (Foto, Papier, Umschlag, Porto).

Die Rechtsschutzversicherungsgesellschaft D. A. S. schreibt mit Datum vom 20.08.2013 auf ihrer Homepage, dass Sie "nach erfolgloser Bewerbung einen Anspruch auf Rückgabe Ihrer Unterlagen haben. Die Kosten dafür trägt der Arbeitgeber. Bei Beschädigung oder Verlust können Sie Schadensersatz verlangen (Kosten für Bewerbungsmappe, Kopierkosten)."

Hiervon ausgenommen sind lediglich Blindbewerbungen, die Sie ins Blaue – ohne vorherige telefonische Rücksprache mit dem Unternehmen – versendet haben.

Keine Bewerbung schreiben auf Stellenanzeigen, bei denen Sie auch noch das Porto für die Rücksendung Ihrer Unterlagen übernehmen sollen!

Bevor sich der Bewerbungsprozess zunehmend auf den elektronischen Weg (Internet, E-Mail) verlagerte, war der Postweg üblich, um sich bei einem Unternehmen zu bewerben. Auch damals war es gang und gäbe, dass die Firmen die Unterlagen an nicht interessante Bewerber auf eigene Kosten zurückgesandt haben. Die Forderung, dass eine Rücksendung an den Bewerber lediglich unter Beifügung eines frankierten und an den Kandidaten adressierten Rückumschlages erfolgt, sagt zum Einen viel über die finanzielle Situation des Unternehmens aus und zum Anderen auch über deren Menschenbild.

Besonders kritisch sind die beiden letztgenannten Vorgehensweisen natürlich bei sozialen Einrichtungen zu sehen, insbesondere bei Institutionen, die es sich formal zum Ziel gesetzt haben, (Langzeit-) Arbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Hier wird dann eher deutlich, dass die Klienten – genauso wie Bewerber – als lästiges Übel empfunden werden.

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