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Betriebsausgaben: Aufwendungen für Betriebsveranstaltungen

Lesezeit: 2 Minuten Die Besonderheit bei Betriebsveranstaltungen besteht darin, dass Sie unter bestimmten Voraussetzungen Ihre Aufwendungen als lohnsteuerfreie Bezüge behandeln können. Das hat für Sie und Ihre Arbeitnehmer den Vorteil, dass Sie für diese Aufwendungen keine Lohnsteuer und auch keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen. Die Einstufung als begünstigte Betriebsveranstaltung bringt Ihnen somit erhebliche finanzielle Vorteile.

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Betriebsausgaben: Aufwendungen für Betriebsveranstaltungen

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Nach R 72 Absatz 2 LStR 2002 sind als Betriebsveranstaltungen die Veranstaltungen auf betrieblicher Ebene anzusehen, die einen gesellschaftlichen Charakter haben. Hierzu gehören z.B. Betriebsausflüge, Weihnachts- und Jubiläumsveranstaltungen, Besichtigungen, Gaststättenbesuch mit Benutzung der Kegelbahn, Schiffsfahrten.

Der Besuch sportlicher oder kultureller Veranstaltungen ist jedoch nur dann eine begünstigte Betriebsveranstaltung, wenn diese Veranstaltung mit einem geselligen Beisammensein verbunden wird, wie z.B. bei einem Theaterbesuch mit vorherigem oder anschließendem Essen oder einem Zirkusbesuch im Rahmen eines Betriebsausflugs.

Beispiel:

Sie laden Ihre beiden Arbeitnehmer zum Besuch eines Bundesligaspiels ein. Ohne ein vorheriges oder anschließendes geselliges Beisammensein müssen Sie den Preis der Eintrittskarte als Arbeitslohn versteuern. Nehmen Sie aber anschließend zusammen mit Ihren beiden Arbeitnehmern "in geselliger Runde" einige Getränke zu sich, dann handelt es sich um eine begünstigte Betriebsveranstaltung.

Sie müssen aber alle Betriebsangehörigen einladen. Es handelt sich nur dann um eine Betriebsveranstaltung, wenn Sie jedem Mitarbeiter die Teilnahme ermöglichen. Auch 325-Euro-Kräfte können gefahrlos teilnehmen, weil die Kosten für das Fest die Geringfügigkeitsgrenze nicht beeinflussen. Voraussetzung ist jedoch, dass die 110-Euro-Grenze (Zuwendungen pro Mitarbeiter) nicht überschritten wird.

Bei größeren Betrieben kann jede Organisationseinheit, z.B. eine Abteilung, ihre eigene Betriebsveranstaltung durchführen. Es ist also unschädlich, bestimmte Organisationseinheiten oder Personengruppen zusammenzufassen.

Auf die Größe Ihres Betriebs bzw. Ihres Büros kommt es nicht an. Auch als Freiberufler und Kleinunternehmer mit nur einem oder wenigen Mitarbeitern dürfen Sie Betriebsveranstaltungen durchführen. Selbst wenn Sie nur Ihren Ehegatten beschäftigen, dürfen Sie zweimal im Jahr steuerbegünstigt feiern.

Voraussetzungen, unter denen Betriebsveranstaltungen steuerbegünstigt sind

Betriebsveranstaltungen dienen der Verbesserung des Betriebsklimas und damit überwiegend Ihrem eigenen betrieblichen Interesse. Ihre Aufwendungen gehören daher beim Arbeitnehmer nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn, wenn Sie eine herkömmliche Art von Betriebsveranstaltung gewählt haben und die Zuwendungen in ihrer Höhe üblich sind, d.h. die Grenze von 110 Euro nicht
überschreiten.

Wann Betriebsveranstaltungen als "herkömmlich" anzusehen sind

Nach R 72 LStR 2002 ist es unüblich, wenn Sie mehr als zwei Betriebsveranstaltungen im Jahr durchführen. Sie dürfen auch nicht in einem Jahr drei Veranstaltungen durchführen, weil im Jahr vorher keine Betriebsveranstaltung stattgefunden hat.

Führen Sie in einem Jahr mehr als zwei Betriebsveranstaltungen durch, sind normalerweise nur zwei begünstigt. Sie können sich aussuchen, welche Veranstaltungen das sein sollen.

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