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Auszubildende machen Überstunden: 3 Regeln, die Sie beachten sollten

Lesezeit: 2 Minuten Überstunden und Auszubildende – beides passt eigentlich gar nicht zusammen. Trotzdem werden Überstunden durch Auszubildende von Zeit zu Zeit abgeleistet. Manchmal geschieht das verantwortungsvoll und manchmal erinnert es an Ausbeutung. Wichtig ist: Wenn ausnahmsweise einmal Überstunden fällig werden, dann sind bestimmte Regeln zu beachten.

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Auszubildende machen Überstunden: 3 Regeln, die Sie beachten sollten

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Es gibt Fälle, in denen der Auszubildende als billige Arbeitskraft missbraucht wird, wenn es um Überstunden geht. Denn auch unter Ausbildungsbetrieben gibt es schwarze Schafe, beispielsweise im Hotel- und Gaststättengewerbe. Dort fallen Überstunden im Rahmen der Ausbildung überdurchschnittlich oft an. Das allein ist noch kein Problem. Allerdings stellt sich die Frage nach der Menge der Überstunden und vor allem auch nach deren Bezahlung.

1. Die Auszubildenden sollten als letzte Überstunden leisten

Bei einem Ausbildungsverhältnis steht nicht die Arbeit im Vordergrund, sondern der Ausbildungsgedanke. Sollte in einem Ausbildungsunternehmen Mehrarbeit anfallen, sind demzufolge nicht in erster Linie die Auszubildenden heranzuziehen, sondern die normale Belegschaft, um der Arbeit Herr zu werden. Bei Azubis sollte als letztes über Überstunden nachgedacht werde.

2. Überstunden sollten im Ausbildungsvertrag geregelt sein

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Mehrarbeit tatsächlich von beiden Seiten vereinbart wurde. Das kann bereits im Ausbildungsvertrag geschehen. Gibt es dort eine solche Passage nicht, dann kann das schriftlich zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden nachgeholt werden. Mit der Unterschrift macht der Azubi deutlich, dass er grundsätzlich mit Überstunden einverstanden ist.

Und die müssen ja nicht zu seinem Nachteil sein. Schließlich sind sie zu bezahlen bzw. auszugleichen – gegebenenfalls sogar mit einem Aufschlag. Dann haben tatsächlich beide Seiten etwas davon.

3. Arbeitszeitgesetzgebung ist zu beachten

Beim Umfang ist vor allem wichtig, dass die maximalmögliche wöchentliche Arbeitszeit, die per Gesetz festgelegt wird, nicht überschritten wird. Diese liegt nach dem Arbeitszeitgesetz bei 48 Stunden in der Woche. Ist der Auszubildende noch keine 18 Jahre alt, dann gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz. Dieses legt fest, dass der Azubi nicht mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten darf. Selbstverständlich sind die Berufsschulzeiten jeweils anzurechnen. Der Spielraum, mit Auszubildenden Überstunden zu vereinbaren, ist damit naturgemäß relativ gering.

Darüber hinaus müssen Sie als Ausbildungsverantwortlicher darauf achten, dass es zügig zu einem Ausgleich kommt. Sollen die Überstunden bezahlt werden, dann hat das die nächstmögliche Abrechnung zu betreffen. Ist der Ausgleich durch Freizeit vereinbart, dann sorgen Sie dafür, dass der Azubi bereits in den nächsten Tagen seine zu viel geleisteten Stunden abbummeln kann.

Und noch etwas ist wichtig: Selbstverständlich muss ein Azubi auch bei seinen Überstunden ausschließlich ausbildungsrelevante Tätigkeiten ausüben. Hat die anfallende Mehrarbeit nichts mit Ausbildungsinhalten zu tun, dann sollte auch ein Azubi nicht damit belastet werden. Denn ausbildungsfremde Tätigkeiten sind im Rahmen von Ausbildungsverhältnissen generell tabu.

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