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Ausbildungsverhältnis beenden: Kündigung oder Aufhebungsvertrag?

Lesezeit: 2 Minuten Im Idealfall endet eine Berufsausbildung mit der bestandenen Abschlussprüfung und in den meisten Fällen ist das zum Glück auch so. Allerdings wird ein beträchtlicher Anteil an Ausbildungsverhältnissen bereits frühzeitig beendet. Ist eine Kündigung der Anlass, dann wird häufig auch darüber gestritten – teilweise vor Gericht. Also doch besser einen Aufhebungsvertrag abschließen?

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Ausbildungsverhältnis beenden: Kündigung oder Aufhebungsvertrag?

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Es gibt verschiedene Gründe, wieso ein Ausbildungsverhältnis vorzeitig beendet wird. Das kann beispielsweise vom Auszubildenden ausgehen und folgende Gründe haben:

  • Der Azubi ist von der Ausbildung enttäuscht und will sie daher beenden.
  • Der Auszubildende fühlt sich überfordert und glaubt nicht, dass er den Anforderungen gerecht wird.
  • Der Azubi hat seinen Traumstudienplatz doch noch bekommen.
  • Der Auszubildende hat ein Angebot von einem anderen Unternehmen – möglicherweise in einem anderen Beruf.

Auch vom Ausbildungsbetrieb kann die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ausgehen. Hier könnten folgende Gründe den Ausschlag geben:

  • Der Azubi leistet sich etwas Gravierendes und ihm muss daher fristlos gekündigt werden.
  • Der Auszubildende ist noch in der Probezeit und Sie haben erhebliche Zweifel, dass er das Ausbildungsziel erreichen kann.
  • Der Azubi leidet, wie sich erst jetzt herausstellt, an einer ansteckenden Krankheit, die mit dem Ausbildungsberuf nicht vereinbar ist.

In solchen Fällen kann das Ausbildungsverhältnis durch eine Kündigung – entweder durch den Auszubildenden oder durch den Betrieb – beendet werden. Während der Probezeit kann das von beiden Seiten unkompliziert und ohne Angaben von Gründen sowie ohne Einhaltung einer Frist geschehen.

Nach der Probezeit kann der Azubi, wenn er die Ausbildung in diesem Beruf aufgeben will, mit einer Frist von 4 Wochen kündigen. Der Ausbildungsbetrieb hingegen hat dann keine reguläre Kündigungsmöglichkeit mehr. Er kann nur noch aus wichtigem Grund kündigen, zum Beispiel bei Diebstahl oder Gewaltanwendung.

 

Ausbildungsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag beenden

Die elegante Art, ein Ausbildungsverhältnis zu beenden, erfolgt mithilfe eines Aufhebungsvertrags. Dieser setzt eine einvernehmliche Lösung voraus, die im Vertrag dokumentiert wird. Sowohl für das Image des Ausbildungsbetriebs als auch für den Lebenslauf des Auszubildenden sieht es besser aus, wenn eine Ausbildung einvernehmlich gelöst wird, als wenn sie einseitig gekündigt wurde. Daher sollte bei Beendigungsabsicht stets geprüft werden, ob ein Aufhebungsvertrag infrage kommt.

Allerdings müssen hierfür einige Voraussetzungen erfüllt sein: Der Aufhebungsvertrag muss beispielsweise vollkommen freiwillig zu Stande gekommen sein. Der Betrieb darf also keinen Druck auf den Azubi ausüben, den Vertrag zu unterschreiben. Außerdem müssen beide Seiten mit allen Inhalten einverstanden sein. Die Vorteile dieser Art der Beendigung einer Ausbildung liegen auf der Hand:

  • Eine Kündigungsschutzklage ist nicht möglich.
  • Es wird nur wenig oder gar kein Porzellan zerschlagen.
  • Beide Seiten können mit der Beendigung der Ausbildung leben.

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