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Ausbildungsvergütung: 4 Fragen und Antworten

Lesezeit: 2 Minuten Es ist eine zentrale Verpflichtung für Sie als Ausbildungsverantwortlicher: Sie müssen dem Auszubildenden eine Vergütung überweisen. Darauf kann in keinem Fall verzichtet werden. Zudem müssen Sie sich an bestimmte Regeln halten. Lesen Sie daher hier, was Sie bei der Ausbildungsvergütung beachten sollten.

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Ausbildungsvergütung: 4 Fragen und Antworten

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Mit Einem können Sie sich sicher sein: Was die Ausbildungsvergütung angeht, werden Vergleiche in den Berufsschulklassen gezogen. Bekommt ein Azubi mehr als der andere, dann wirft das natürlich Fragen auf. Insofern ist darauf zu achten, wie hoch die Mindestvergütung für Azubis tatsächlich ist.

1. Wie sieht die Ausbildungsvergütung aus, wenn Sie tarifgebunden sind?

Unterliegen Sie einem Tarifvertrag, in dem auch die Vergütung für Auszubildende geregelt ist, dann bleibt Ihnen relativ wenig Gestaltungsspielraum. Sie zahlen dann im ersten, im zweiten und im dritten Ausbildungsjahr exakt den Betrag, der dort angegeben ist. Damit sind Sie auf der sicheren Seite. Das gilt auch für Ihre Verpflichtung, die Ausbildungsvergütung jährlich ansteigen zu lassen. Das schreibt Ihnen nämlich das Berufsbildungsgesetz vor.

2. Wie sieht die Ausbildungsvergütung aus, wenn Sie nicht tarifgebunden sind?

Ohne Tarifbindung sind Sie ein klein wenig flexibler. Dann sollten Sie sich zwar auch an dem üblichen Lohn Ihrer Branche orientieren (was ja dem Tariflohn entspricht), Sie können bei ihrer Vergütung aber um 20 Prozent nach unten abweichen. Dennoch bleibt Ihre Pflicht bestehen, die Ausbildungsvergütung von Jahr zu Jahr zu erhöhen. Übrigens: Eine Vereinbarung, die vorsieht, dass Sie gar keine Vergütung zahlen, ist nicht möglich. Selbst dann, wenn der Azubi damit einverstanden ist und wenn er bzw. seine Eltern möglicherweise im Geld schwimmen ­– eine Vergütung muss immer gezahlt werden.

3. Wie fällt eine Ausbildungsvergütung bei hoher Produktivität aus?

Ist ein Auszubildender besonders produktiv, könnte er schon mal auf die Idee kommen, die Vergütung einer ungelernten Arbeitskraft, die bekanntlich oberhalb der Azubi-Vergütung liegt, einzufordern. Allerdings gibt es hierzu eine Gerichtsentscheidung, die dem widerspricht. Nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz vom 11.1.2008 (9 Sa 587/07), hat ein solcher Auszubildender dennoch nicht das Recht auf eine höhere Vergütung. Darüber hinaus muss sich der Ausbildungsbetrieb in einem solchen Fall generell die Frage gefallen lassen, ob er überhaupt ausbildet. Oftmals widerspricht das Ausbilden nämlich dem produktiven Arbeiten.

4. Wann müssen Sie die Vergütung fortzahlen?

Selbstverständlich haben Sie die Verpflichtung, die Ausbildungsvergütung fortzuzahlen, wenn der Auszubildende beispielsweise erkrankt. Bevor das Krankengeld greift, sind Sie – wie bei anderen Arbeitnehmern auch – in den ersten 6 Wochen in der Pflicht. Bei Auszubildenden zieht die Pflicht zur Vergütungsfortzahlung allerdings auch bei anderen Anlässen: Wenn der Azubi die Berufsschule besucht, an einer anderweitigen Veranstaltung im Rahmen der Ausbildung teilnimmt oder gerade die Prüfung ablegt, hat er während dieser Zeit ebenfalls Anspruch auf Vergütung.

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