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Ausbildung: So ziehen Sie die Notbremse in der Probezeit

Lesezeit: 2 Minuten Innerhalb der Probezeit haben in einer Ausbildung beide Seiten die Möglichkeit, das Ausbildungsverhältnis unkompliziert zu beenden. Gewisse Formalien sind aber doch zu beachten, ansonsten kann auch eine Probezeit-Kündigung scheitern.

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Ausbildung: So ziehen Sie die Notbremse in der Probezeit

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Nicht nur Sie als Ausbilder oder Ausbildungsverantwortlicher können die Probezeit für eine unkomplizierte Kündigung Ihres Azubis nutzen – natürlich nur dann, wenn Sie intern hierfür Ihre Gründe haben. Auch der Auszubildende kann das tun. Und das geschieht alles andere als selten. Es kommt nämlich immer wieder vor, dass Azubis die Ausbildung innerhalb der ersten Monate abbrechen. Möglicherweise hat sich ihre Erwartungshaltung nicht erfüllt, sie werden von Kollegen schlecht behandelt oder es tut sich für sie eine andere Möglichkeit, zum Beispiel ein Studium, auf.

In solchen Fällen kann auch Ihr Azubi von einem Tag auf den anderen die Ausbildung beenden. Er hat hierfür dann sicher seine Gründe, muss diese aber nicht angeben. Nach dem Berufsbildungsgesetz ist auch keine Frist zu beachten. Wichtig ist nur, dass Ihnen das Kündigungsschreiben rechtzeitig innerhalb der Probezeit vorliegt. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt.

Hieran kann eine Kündigung in der Probezeit scheitern

Es ist nämlich mit der unkomplizierten Möglichkeit einer Kündigung vorbei, wenn das Kündigungsschreiben erst nach Beendigung der Probezeit beim Azubi ankommt. Es geht also keineswegs, dieses am letzten Tag der Probezeit mit der Post abzuschicken, denn dann ist es frühestens am nächsten Tag dort. Auch generell ist ein normaler Brief keine gute Möglichkeit, dem Azubi das Kündigungsschreiben zukommen zu lassen. Er könnte immer behaupten, dieses nicht erhalten zu haben. Besser ist ein Einschreiben und noch viel besser ist die Übergabe des Kündigungsschreibens gegen eine Empfangsbestätigung im Betrieb. So gehen sie auf Nummer sicher und können belegen, dass die Kündigung innerhalb der Probezeit beim Azubi ankam.

Eine weitere wichtige Formalie ist die Tatsache, dass ein Ausbildungsverhältnis grundsätzlich schriftlich gekündigt werden muss. Eine mündliche Kündigung, wie sie früher rechtssicher ausgesprochen werden konnte, ist heute nicht mehr möglich. Wichtig ist, dass das Kündigungsschreiben von einer berechtigten Person (beispielsweise von demjenigen, der auch den Ausbildungsvertrag unterschrieben hat) unterschrieben wird. Insofern ist es auch nicht möglich, per Handy-Nachricht zu kündigen, da hier eine rechtsgültige Unterschrift nicht möglich ist.

Und letztlich ist es eine wichtige Hürde, den Betriebsrat, insofern es einen solchen bei Ihnen gibt, vor der Kündigung rechtzeitig zu informieren. Sie müssen ihm einige Tage Zeit geben, damit er zu der Kündigung Stellung nehmen kann. Beachten Sie allerdings, dass der Betriebsrat kein Veto-Recht hat. Beurteilt er die Angelegenheit anders als Sie und ist mit der Kündigung nicht einverstanden, dann müssen Sie seinen Empfehlungen nicht nachkommen. Trotzdem ist die so genannte Anhörung eine wichtige Voraussetzung. Wird der Betriebsrat nämlich nicht informiert, dann kann der Azubi erfolgreich gegen die Kündigung vorgehen.

Bildnachweis: pixabay.com (skeeze) CC0 Public Domain

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