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Ausbildung: Das sind Ihre Mitwirkungspflichten gegenüber der Kammer

Lesezeit: 2 Minuten Die Industrie- und Handelskammer oder auch – je nach Branche – beispielsweise die Handwerkskammer ist die für die Berufsausbildung zuständige Stelle. Sie hat eine Überwachungs- und Beratungsfunktion im Rahmen der Ausbildung. Allerdings ist sie davon abhängig, dass Sie als Verantwortlicher im Ausbildungsbetrieb die Kammer unterstützen.

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Ausbildung: Das sind Ihre Mitwirkungspflichten gegenüber der Kammer

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Ihre Pflicht zur Unterstützung kann auch als Mitwirkungspflicht bezeichnet werden. Möchte nämlich die Kammer etwas über die Ausbildung oder einen Auszubildenden wissen, dann sind Sie zur Auskunft oder zur Vorlage von Unterlagen verpflichtet. Das gilt aber natürlich nicht für jegliche Information. Ein Blick in das Berufsbildungsgesetz (BBiG) zeigt, wie weit Ihre Verpflichtung geht.

Mitwirkungspflichten: Das steht sinngemäß in §76 Abs. 2 BBiG

Pflicht zur Auskunftserteilung: Benötigte die Kammer bestimmte ausbildungsrelevante Auskünfte, um ihrer Überwachungsfunktion nachzukommen, dann geben Sie diese heraus. Beispiel: Ein Auszubildender beschwert sich bei der Kammer, dass er angeblich ausbildungsfremde Tätigkeiten ausüben muss. Die Kammer richtet sich an Sie mit der Frage, welche Tätigkeiten in der relevanten Ausbildungsabteilung vom Azubi verlangt werden. Sie geben natürlich in Ihrem Interesse und im Interesse der Ausbildung und des Azubis Auskunft darüber.

Pflicht, Unterlagen vorzulegen: Im begrenzten Umfang kann die Kammer auch Unterlagen von Ihnen abfordern, um die Ausbildung zu überwachen. Das gilt beispielsweise für Belege, die die Arbeitszeit und gegebenenfalls damit verbundene Überstunden, über die ein Streit entstanden ist, belegen.

Pflicht, die Arbeitsplätze der Azubis zu zeigen: Die zuständige Stelle kann durchaus die Ausbildungsstätte, also Ihren Ausbildungsbetrieb, besichtigen und dabei die Arbeitsplätze der Azubis genauer unter die Lupe nehmen. So macht sie sich ein Bild davon, ob die Arbeitsplätze tatsächlich auch zur Ausbildung geeignet sind.

Wenn ein Mangel im Rahmen der Ausbildung sichtbar wird

Kommt im Rahmen einer Überwachung heraus, dass tatsächlich ein Mangel existiert, wird die Kammer auf Sie zugehen, damit dieser behoben werden kann. Handelt es sich um einen gravierenden Mangel, der auch nach einer Fristsetzung nicht behoben wird, kann die Kammer das an eine zuständige Stelle, die von Bundesland zu Bundesland variiert, weiterleiten. Dies kann dazu führen, dass einzelnen Betrieben, die sich weigern, bestimmte Fehler zu beheben, das Ausbilden untersagt wird.

Um in eine solche Verlegenheit niemals zu kommen, ist es ratsam, immer im Rahmen der Ausbildungsordnung auszubilden und mit der Kammer zu kooperieren. Kommen Sie Ihrer Mitwirkungspflicht dabei nach und stellen Sie gegebenenfalls entdeckte kleine Schwächen unmittelbar ab. Ein solches Verhalten wird auch die Kammer als kooperativ empfinden.

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