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Auge um Auge – Gleiches mit Gleichem vergelten?

Lesezeit: < 1 Minute Bedeutet "Auge um Auge, Zahn um Zahn" wirklich, dass man Gleiches mit Gleichem vergelten soll? Oder doch etwas anderes? Im Mittelalter wurde dieses Zitat aus dem Alten Testament als Rechtfertigung für Todesstrafe und Verstümmelungen verwendet. Dabei ist diese Stelle (2. Buch Mose, Kapitel 21) fehlerhaft übersetzt worden und wurde außerdem aus dem Zusammenhang gerissen zitiert. "Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben ein Leben für ein Leben, ein Auge für ein Auge, einen Zahn für einen Zahn."

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Auge um Auge – Gleiches mit Gleichem vergelten?

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In dieser Bibelstelle geht es wirklich darum, was passieren soll, wenn ein Mann einem anderen körperlichen Schaden zufügt. Das Problem an der Übersetzung ist, dass sie für das hebräische Wort "tachat" "für" setzt, obwohl es eigentlich "anstelle" oder "stellvertretend" heißen sollte. Das bedeutet also, dass der Schädiger dem Geschädigten etwas für das Organ, das seine Funktion nicht mehr erfüllen kann, geben soll: Eine angemessene Entschädigung.

An einer anderen Stelle wird ausdrücklich gesagt, dass ein Richter die Höhe der Entschädigung festlegen soll, um eine weitere Eskalation zu verhindern. In der Regel diente Gold dazu, den Schaden zu vergelten, keineswegs Augäpfel.

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