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Auftraggeber eines Werkvertrags müssen keine Ersatzlösung akzeptieren

Lesezeit: < 1 Minute Schließt ein Kunde mit Ihnen einen Werkvertrag, müssen Sie alles daran setzen, den Auftrag wie vereinbart zu erfüllen. Andernfalls müssen Sie möglicherweise die Kosten für einen anderen Auftragnehmer tragen, der Ihre Fehler ausbessert.

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Auftraggeber eines Werkvertrags müssen keine Ersatzlösung akzeptieren

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Der Auftraggeber eines Werkvertrags hat grundsätzlich einen Anspruch darauf, Waren oder Dienstleistungen wie vereinbart geliefert zu bekommen (§ 633 BGB). Ist dies nicht der Fall, muss er sich nicht mit einer billigeren Ersatzlösung zufrieden geben. Ebenso wenig mit einer Minderung des vereinbarten Preises. Der Auftraggeber kann die Mängel statt dessen anderweitig beseitigen lassen. Die Kosten dafür muss ihm dann der ursprüngliche Werkvertragspartner erstatten. So entschied jetzt der Bundesgerichtshof.

In dem Fall hatte der Besitzer einer Scheune ein Dachdeckerunternehmen mit der Renovierung des Dachstuhls beauftragt. Die Firma verwendete für die Dachunterschalung zu feuchtes Holz, wodurch es zu Schäden am Dachstuhl kam. Die Dachdeckerfirma schlug vor, aufgetretenen Schimmelbefall an sichtbaren Stellen zu beseitigen. Der Auftraggeber wollte jedoch auch die übrigen Schäden beseitigt haben und ließ ein anderes Unternehmen die Nachbesserungen ausführen. Die Kosten dafür stellte er dem zuerst beauftragten Dachdeckerbetrieb in Rechung.

Bundesgerichtshof, 27.3.2003, Aktenzeichen: VII ZR 443/01

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