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Aufforderung zur Bilanzierung erst ab 500.000 Euro Umsatz

Lesezeit: < 1 Minute Sind Sie Freiberufler, dann sind Sie nicht verpflichtet, eine Bilanzierung zu machen. Sind Sie ins Handelsregister eingetragen, müssen Sie aber stets bilanzieren. Für Kleingewerbetreibende ohne Handelsregistereintrag hingegen gilt eine "Zwischenlösung" nach § 141 Abgabenordnung (AO).

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Aufforderung zur Bilanzierung erst ab 500.000 Euro Umsatz

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Als Kleingewerbetreibender dürfen Sie Ihren Gewinn – wie alle Freiberufler – mit einer Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) ermitteln. Das ist einfacher als Bilanzierung und erfordert auch keine aufwendige doppelte Buchführung. Überschreiten Sie jedoch eine bestimmte Umsatz- oder Gewinngrenze, darf das Finanzamt Sie zur Bilanzierung auffordern. Die Mitteilung muss spätestens einen Monat vor Beginn des Geschäftsjahres erfolgen, ab dem Sie bilanzieren sollen. Die Umsatzgrenze wurde jetzt auf 500.000 Euro erhöht, während die Gewinngrenze unverändert 30.000 Euro beträgt ("Mittelstandsentlastungsgesetz").

Das heißt für Sie: Haben Sie 2006 mehr als 500.000 Euro Umsatz oder mehr als 30.000 Euro Gewinn gemacht, müssen Sie nach Abgabe Ihrer Steuererklärung mit einem Brief vom Finanzamt rechnen, in dem Sie zur Bilanzierung aufgefordert werden. Kommt kein solcher Brief, dürfen Sie bei der EÜR bleiben.

Praxis-Tipp: Sie überschreiten nicht die Umsatz-, aber die Gewinngrenze? Prüfen Sie, ob Sie Ihren Gewinn durch Ansparabschreibungen unter die 30.000 Euro drücken können, damit Sie einer Bilanzierung entgehen. Solange Ihnen dies gelingt, darf das Finanzamt eine Aufforderung zur Bilanzierung nicht aussprechen.

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