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Auf einem italienischen Markt einkaufen

Lesezeit: 2 Minuten Zu den kuriosesten und interessantesten Sehenswürdigkeiten Italiens gehören zweifelsohne die Märkte, Zeichen und Beispiel der diversen Volkstümlichkeiten, die das Land bilden. Da können Sie mehrere Stunden verbringen, ohne zu bemerken, dass die Zeit so schnell vergeht! Welche Vokabeln Sie für einen Markteinkauf kennen sollten, erfahren Sie hier.

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Auf einem italienischen Markt einkaufen

Auf einem italienischen Markt einkaufen

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Ein Markt in einem südlichen Land – wie Italien – ist ein sprudelnder Ausbruch von Farben und Temperament! Wussten Sie, dass Torino (Turin) den größten mercato misto (gemischten Markt) d.h. teils coperto (überdacht) teils scoperto (unter freiem Himmel) Markt Europas hat? Der heißt Porta Palazzo und liegt an der Stelle eines der alten römischen Stadttore. Und dass der mercato della Vucciria in Palermo seinen Namen aus einem sizilianischen Wort herleitet: Vuccirìa, das im lokalen Dialekt Konfusion, Durcheinander bedeutet? So sehen eigentlich die meisten Märkte in Italien aus. Und dass Ballarò auch ein typischer sizilianischer Markt ist?

Jeder Markt besteht aus bancarelle (Ständen) und unterscheidet sich, je nach den merci offerte (angebotenen Waren) zwischen:

  • mercato alimentare (Lebensmittelmarkt), der wiederum ein mercato del pesce (Fischmarkt) oder ein mercato ortofrutticolo (Obst- und Gemüsemarkt) oder ein mercato dei formaggi (Käsemarkt) oder aber noch delle carni (Fleischmarkt) sein kann
  • mercato dell’abbigliamento (Kleidungsmarkt), der wiederum ein mercato di biancheria intima (Unterwäschemarkt) oder ein mercato dell’abbigliamento esterno (Oberbekleidungsmarkt) sein kann
  • mercato dei fiori (Blumenmarkt)
  • mercato di casalinghi (Hausgerätemarkt)

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In Landwirtschaftsgegenden erfolgen auch mercati del bestiame (Viehmärkte), wo Fachleute lebendige Tiere an- und verkaufen, z.B. buoi, mucche, tori, cavalli, asini, pollame, conigli, pecore, capre (Ochsen, Kühe, Stiere, Pferde, Esel, Geflügel, Kaninchen, Schafe, Ziegen…).

Gehen Sie auf einen italienischen Markt

Wollen Sie über einen italienischen Markt schlendern und etwas einkaufen? Lassen Sie sich von uns leiten. Das erste, was einem Deutschen – und im Allgemeinen einem Mittel-/Nordeuropäischen Besucher auffällt – sind die Rufe und Schreie, durch die die venditori e venditrici (Verkäufer und Verkäuferinnen) Kauflustige herbeizulocken versuchen. Die ruhigen und stillen Nordvölker sind es nicht gewohnt! Das gehört aber auch zur Folklore des Landes. Sie werden also u.a. folgendes hören können:

  • venite, madamineee! Oggi abbiamo bellissima verduraaaa e fruttaaaa a prezzi bassissimiiii! Approfittateneeee!! = kommen Sie, meine Damen! Heute haben wir sehr schönes Gemüse und Obst zu sehr niedrigen Preisen! Profitieren Sie davon!
  • il pesce miglioreeee, freschissimooo, appena pescatooo! Coraggiooo, non ve lo perdeteeeee. Solo da meee! = der beste Fisch, sehr frisch, soeben gefischt! Also, er darf Ihnen nicht entgehen. Nur bei mir!
  • forza, venite! I pantaloni più belli, le camicie più eleganti, i prezzi più favorevoli. Avanti, avanti!! = (also, kommen Sie! Die schönsten Hose, die elegantesten Hemden, die günstigsten Preise! Kommen Sie, kommen Sie!)
  • Le mele della miglior qualitààà! Ciliegie fresche appena raccolte dalle nostre piante! Non perdete l’occasione! = Äpfel bester Qualität! Frische Kirschen, soeben aus unseren Bäumen gepflückt! Verpassen Sie diese Angelegenheit nicht!
  • oggi regaliamo la merce (heute schenken wir die Waren – was aber natürlich NICHT zu glauben ist!)

Selbstverständlich ist es höchstens empfehlenswert, Geld, Dokumente und andere Wertsachen sorgfältig zu überwachen (z.B. nichts in hinteren Hosentaschen lassen): scippatori (Taschendiebe) u.ä. hat es immer leider überall gegeben. Auch hüten Sie sich vor denen, die il gioco delle tre carte (das Dreikartenspiel) machen: Sie könnten, buchstäblich geneppt werden!

Ein Besuch beim Markt ist sicher nicht nur eine Einkaufschance: es ist auch eine Gelegenheit, bisher unbekannte oder wenig bekannte Aspekte der Kultur und Lebensweise eines Volks kennen zu lernen!

Bildnachweis: Jürgen Fälchle / stock.adobe.com

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