Businesstipps Steuern & Buchführung

Arbeitszimmer: So setzen Sie die Aufrüstung Ihres PC ab

Bevor Sie Ihr Büro einrichten, ist es interessant – und durchaus auch gewinnbringend, sich mit den steuerlichen Fragen rund um Ihre Büroausstattung auseinander zu setzen. Lesen Sie, inwiefern Sie den Kauf eines neuen PCs oder die Aufrüstung Ihres Alten sowie weitere Peripheriegeräte steuerlich geltend machen können.

Arbeitszimmer: So setzen Sie die Aufrüstung Ihres PC ab

Rüsten Sie Ihren PC durch Einbau einer größeren Festplatte oder Erweiterung des Arbeitsspeichers (RAM) auf, so handelt es sich um nachträgliche Anschaffungskosten. Diese werden dem Restwert des Computers hinzugerechnet und mit ihm zusammen auf die verbleibende Restnutzungsdauer verteilt (Verfügung der OFD Berlin vom 2. 6. 2000, FR 2000 S. 949).

Beispiel: Anschaffung eines Brenners
Sie schaffen für Ihren erst im Januar 2002 gekauften PC im Weihnachtsgeschäft 2002 einen Brenner (150 Euro) an. Dieser wird über die Restnutzungsdauer des Rechners abgeschrieben.

Beispiel: Aufrüstung des PCs
Rüsten Sie Ihren bisherigen PC derart um, dass ein neues Wirtschaftsgut entsteht, sind die nachträglichen Einbauten nicht mehr über die Restnutzungsdauer abzuschreiben, sondern werden so behandelt, als hätten Sie einen neuen PC angeschafft. Dies ist immer dann der Fall, wenn Sie z.B. Ihren bisherigen Pentium II 75 MHz zu einem Pentium IV mit 2,4 GHz umbauen, indem Sie die Hauptplatine mit CPU austauschen, die bisherige Festplatte von 0,8 GB gegen eine neue mit 80 GB austauschen, den Arbeitsspeicher von 16 MB auf 512 MB erweitern, usw.

Beispiel: Neuer Monitor
Fällt Ihr Monitor nach zwei Jahren aus, können Sie den Ersatzmonitor sofort in voller Höhe geltend machen. Die Abschreibung bleibt für die restlichen Komponenten unverändert.

Beispiel: Externe Peripheriegeräte
Kaufen Sie nach Anschaffung Ihres Rechners zu einem späteren Zeitpunkt einen Drucker, Scanner, Streamer, usw., sollten Sie diese Geräte separat vom Computer auf die Nutzungsdauer verteilt abschreiben. Das gilt unabhängig von der Höhe der Anschaffungskosten; das heißt, auch wenn die Anschaffungskosten nicht mehr als 410 Euro (zzgl. Umsatzsteuer) betragen, werden diese Geräte über mehrere Jahre abgeschrieben und können nicht sofort abgezogen werden (Verfügung der OFD Berlin vom 2. 6. 2000, FR 2000 S. 949).

Beispiel: Neuanschaffung
Ersetzen Sie Ihren alten Computer, bevor die Nutzungsdauer abgelaufen ist, durch ein neues und leistungsfähigeres Gerät, können Sie den verbleibenden Restwert des alten Computers als Absetzung für außergewöhnliche wirtschaftliche oder technische Abnutzung im Rahmen Ihrer Betriebsausgaben geltend machen. Dies gilt auch für externe Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner, usw., die gesondert abgeschrieben werden.

Sofern Sie Ihren alten PC verschrotten, müssen Sie keine steuerlichen Konsequenzen ziehen. Wenn Sie den PC jedoch noch für 250 Euro verkaufen, sind dies Betriebseinnahmen, da der PC zu Ihrem Betriebsvermögen gehört.

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