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Arbeitszeugnis: „Sehr gut“ im Zeugnis kein Muss

Lesezeit: < 1 Minute Sie haben einem ausscheidenden Mitarbeiter ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ausgestellt, das mit der Note 2/2+ bewertet werden kann. Jetzt möchte er über seinen Rechtsanwalt das Arbeitszeugnis berichtigen lassen und verlangt die Note „sehr gut“. Müssen Sie auf diese Forderung eingehen?

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Arbeitszeugnis: „Sehr gut“ im Zeugnis kein Muss

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Nein. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass jeder Mitarbeiter einen Anspruch auf ein Zeugnis mit der Note „befriedigend“ hat. Das Zeugnis muss überdies wohlwollend formuliert sein. Grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, einen Mitarbeiter besser zu benoten, wenn er nicht nachweisen kann, dass er tatsächlich Spitzenleistungen erbracht hat. Als Arbeitgeber sind Sie zur Wahrheit verpflichtet und dürfen nicht die Leistungen des Mitarbeiters im Arbeitszeugnis beschönigen. Sie können deshalb den Anspruch auf Berichtigung des Zeugnisses ablehnen und erst mal abwarten. Wenn Sie eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden wollen, sollten Sie eine Formulierung wählen, die deutlich macht, dass Sie ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und nur auf dem Kulanzwege zur Vermeidung einer gerichtlichen Auseinandersetzung die Änderung des Zeugnisses vornehmen.

Achtung: Wenn Sie ohne weitere Einschränkungen die Forderung des Mitarbeiters außergerichtlich anerkennen, können im Zweifel auch die Kosten für die Rechtsanwältin Ihnen gegenüber geltend gemacht werden. Denn der Mitarbeiter kann sich auf den Standpunkt stellen, dass ohne seinen Rechtsbeistand das Arbeitszeugnis nicht geändert worden wäre.

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