Businesstipps Steuern & Buchführung

Arbeitstägliche Mahlzeiten: So nutzen Sie Essensmarken vorteilhaft

Lesezeit: 2 Minuten Erhält Ihr Mitarbeiter von Ihnen Essenmarken (Gutscheine oder Restaurantschecks), die er außerhalb des Betriebs, z.B. in einem Restaurant oder einer Metzgerei einlösen kann, werden diese dem steuerpflichtigen Lohn zugerechnet.

2 min Lesezeit

Arbeitstägliche Mahlzeiten: So nutzen Sie Essensmarken vorteilhaft

Lesezeit: 2 Minuten

Die Essensmarken werden dem steuerpflichtigen Lohn mit dem Sachbezugswert (2005: 2,61 Euro für ein Mittag- oder Abendessen, 1,46 Euro für ein Frühstück), abzüglich Eigenbeteiligung des Mitarbeiters, zugerechnet. Höchstens aber mit dem Verrechnungswert der Essensmarken.

Beispiele:
Fall 1: Sie geben an Ihre Mitarbeiter Essenmarken für Mittagessen im Wert von 4 Euro aus. Steuerpflichtig sind davon nur 2,61 Euro.

Fall 2: Die Essensmarken haben einen Wert von 2 Euro. Ihr Mitarbeiter isst jeweils für 3 Euro, muss also 1 Euro zuzahlen. Steuerpflichtig sind dann 1,61 Euro (=2,61 Euro ./.1 Euro).

Fall 3: Die Essensmarken haben einen Wert von 2 Euro. Ihr Mitarbeiter isst für 2,50 Euro, zahlt also 0,50 Euro hinzu. Damit beträgt die Differenz zwischen Sachbezugswert und Zuzahlung 2,11 Euro (=2,61 Euro ./. 0,50 Euro) und übersteigt den Wert der Essensmarken. Steuerpflichtig ist nur der Wert der Essensmarken von 2 Euro. Den steuerpflichtigen Betrag können Sie dann individuell versteuern oder – sofern die Mahlzeit nicht als Lohnbestandteil vereinbart ist – pauschal mit 25 %. Bei Pauschalversteuerung entfällt zudem die Sozialversicherungspflicht. Diese Voraussetzungen müssen Sie beachten:

  • Der Verrechnungswert der einzelnen Essensmarken oder Gutscheine darf höchstens 5,71 Euro (2005) betragen.
  • Es müssen verzehrfertige Mahlzeiten für die Essensmarken abgegeben werden, also beispielsweise eine Wurstsemmel, aber keine Wurst, die noch gebraten werden muss.
  • Pro Mahlzeit darf nur eine Essensmarke täglich in Zahlung genommen werden.
  • Die Essensmarken dürfen nicht an Arbeitnehmer ausgegeben werden, die auf Dienstreise, krank oder im Urlaub sind. Sie müssen sie gegebenenfalls zurückfordern.

Tipp 1: Sie können auf die Kontrolle der Abwesenheitstage und die Rückforderung von Essensmarken verzichten, wenn Sie pro Mitarbeiter und Kalendermonat höchstens 15 Essenmarken ausgeben und der Mitarbeiter durchschnittlich an nicht mehr als 3 Tagen pro Monat auf Dienstreisen ist.

Tipp 2: Sie können den Arbeitsvertrag Ihres Mitarbeiters so ändern, dass er anstelle von Barlohn Essensmarken erhält.

Beispiel: Ihr Mitarbeiter hat derzeit einen Lohn von 2.500 Euro brutto monatlich. Sie ändern den Arbeitsvertrag so, dass er künftig nur noch 2,450 Euro erhält.

Zusätzlich geben Sie ihm monatlich 15 Essensmarken zu je 4 Euro. Steuerpflichtig ist dann nicht der tatsächliche Wert der Essensmarken (15 x 4 Euro = 60 Euro), sondern nur der Sachbezugswert (15 x 2,61 Euro = 39,15 Euro).

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: