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Arbeitsrecht: Beleidigung rechtfertigt nicht immer eine fristlose Kündigung

Lesezeit: < 1 Minute Baut sich ein Kollege vor seinem Dienstherrn oder ihrer Dienstherrin auf und beleidigt ihn/sie, dann riskiert er die fristlose Kündigung. Bei den meisten Beleidigungen geht die Fristlose auch durch. Manchmal, wenn die Beleidigung nicht direkt auf eine Person bezogen wird, aber auch nicht (Landesarbeitgericht Düsseldorf, 05.03.2007, Az. 10 Sa 1321/06).

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Arbeitsrecht: Beleidigung rechtfertigt nicht immer eine fristlose Kündigung

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Der Fall: Ein Arbeitnehmer war bei einer Firma beschäftigt, die ihren Hauptsitz in Sachsen hat. Als ihm eine Fehlbuchung auffiel, ließ er vom Stapel, dass in der Firma eine „Scheiß Stasi-Mentalität“ herrsche. Er meinte damit wohl auch die aus der ehemaligen DDR stammenden Geschäftsführer der Firma. Der Arbeitnehmer erhielt deswegen eine fristlose Kündigung. Diese hielt aber vor Gericht nicht stand.
Die Begründung der Richter: Es kann kein eindeutiger Bezug zu den Geschäftsführern festgestellt werden. Der Arbeitnehmer hat sich zwar unüberlegt verhalten, deswegen hätte er aber allenfalls abgemahnt werden können.
Fazit: Der Beschäftigte hat hier eine pauschale Beleidigung losgelassen, ohne jemanden direkt anzusprechen. Sein Glück, denn dass die Richter keinen Bezug zu einer konkreten Person haben feststellen können, hat ihm den Arbeitsplatz gerettet.

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