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Arbeitnehmer muss Wiedereinstellung rechtzeitig verlangen

Lesezeit: < 1 Minute Stellt sich noch während einer Kündigungsfrist heraus, dass der Arbeitskräftebedarf in Ihrem Betrieb fortbesteht, haben Mitarbeiter gegen Sie unter Umständen trotz einer wirksamen Kündigung einen Anspruch auf Wiedereinstellung. Allerdings müssen die Arbeitnehmer die Wiedereinstellung rechtzeitig und fristgerecht verlangen.

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Arbeitnehmer muss Wiedereinstellung rechtzeitig verlangen

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Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Mainz zur Wiedereinstellung
LAG Mainz,Urteil vom 25.05.2005,Az.: 12 Sa 356/04
Wiedereinstellung nach Kündigung
Eine betriebliche Kündigung basiert regelmäßig auf der Prognose, dass Sie den Mitarbeiter nicht mehr weiterbeschäftigen können. Dabei kommt es für Ihre Einschätzung auf den Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung und nicht auf den Ablauf der Kündigungsfrist an.

Nachträglich eintretende Umstände, wie eine Verbesserung der Auftragssituation oder ein Betriebsverkauf, berühren daher die Wirksamkeit der betrieblichen Kündigung nicht.

Stellt sich jedoch noch während einer Kündigungsfrist heraus, dass der Arbeitskräftebedarf in Ihrem Betrieb fortbesteht, haben Mitarbeiter gegen Sie unter Umständen trotz einer wirksamen Kündigung einen Anspruch auf Wiedereinstellung.

Wiedereinstellung muss innerhalb von 3 Wochen eingefordert werden
Als Arbeitgeber müssen Sie aber nicht unbegrenzt damit rechnen, dass ein ehemaliger Mitarbeiter seine Wiedereinstellung fordert.

Hat sich die Situation in Ihrem Betrieb nach einer betrieblichen Kündigung während der Kündigungsfrist geändert, muss der gekündigte Arbeitnehmer nämlich unverzüglich, spätestens innerhalb von 3 Wochen, nachdem er von den veränderten Tatsachen erfahren hat, Wiedereinstellung verlangen.

Versäumt er das, besteht kein Wiedereinstellungsanspruch. Gleiches ist zu beachten, wenn sich die zur Kündigung führenden Umstände erst nach Ablauf der Kündigungsfrist geändert haben.

Wiedereinstellung bei Betriebsübergang
Etwas anderes gilt nur dann, wenn vor Ablauf der Kündigungsfrist die Übertragung des Betriebs im Wege des Betriebsübergangs vereinbart wurde. Dann muss der Arbeitnehmer unverzüglich, spätestens aber innerhalb eines Monats nach Kenntnis vom Betriebsübergang den Anspruch auf Wiedereinstellung gegenüber dem Erwerber geltend machen.

Als weitere Voraussetzung für einen Wiedereinstellungsanspruch muss Ihnen als Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung zumutbar sein.

Ein Anspruch auf Wiedereinstellung ist also ausgeschlossen, wenn Ihre berechtigten Interessen der Weiterbeschäftigung entgegenstehen.

Das kann der Fall sein, wenn Sie mit Rücksicht auf die Wirksamkeit der Kündigung den Arbeitsplatz schon wieder besetzt haben.

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