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Arbeitgeber haftet nicht für Wertsachen am Arbeitsplatz

Lesezeit: < 1 Minute Das Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm wird zur Entspannung bei vielen Arbeitgebern beitragen. Ein Mitarbeiter verlangte von seinem Arbeitgeber Schadensersatz. Ihm waren am Arbeitsplatz private Wertgegenstände im Wert von ca. 20.000 € gestohlen worden. Das Gericht beschloss nun, dass Arbeitgeber bei Wertsachen am Arbeitsplatz nicht haften müssen.

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Arbeitgeber haftet nicht für Wertsachen am Arbeitsplatz

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Der Arbeitnehmer hatte Wertsachen mit an seinen Arbeitsplatz gebracht, weil er sie nach Feierabend in sein Bankschließfach legen wollte. Er hatte die Gegenstände in seinem Rollcontainer verschlossen.

Leichtsinniger Mitarbeiter lässt Wertsachen am Arbeitsplatz

Es kam, wie es kommen musste: Zum Feierabend vergaß der Mitarbeiter seine Absicht. Er verließ den Arbeitsplatz, ohne seinen Schmuck mitzunehmen. Einige Tage später stellte er fest, dass seine Bürotür offensichtlich mit einem Generalschlüssel geöffnet worden war. Außerdem war der Rollcontainer aufgebrochen. Und natürlich fehlte der Schmuck.

Nun verlangte er von seinem Arbeitgeber Schadensersatz für die ihm gestohlenen Gegenstände. Er begründete dies damit, dass der Generalschlüssel einer Kollegin gestohlen worden sei. Der Arbeitgeber habe es versäumt, durch klare Anweisungen und Kontrollen dafür zu sorgen, dass der Generalschlüssel ordnungsgemäß aufbewahrt wird. Aufgrund dieses Pflichtverstoßes sei ihm der Schmuck gestohlen worden. Der Arbeitgeber habe ihn daher zu ersetzen.

Richter hatten Verständnis für den Arbeitgeber

Das ging den Richtern am Landesarbeitsgericht Hamm dann doch deutlich zu weit. Sie stellten unmissverständlich klar, dass der Arbeitgeber grundsätzlich nicht für Gegenstände haftet, die der Mitarbeiter mit in den Betrieb bringt. Eine Ausnahme hiervon soll nur dann gelten, wenn es sich um Sachen handelt, die der Arbeitnehmer zwingend, mindestens aber regelmäßig und mit Kenntnis des Arbeitgebers mit sich führt. Die Haftung soll auch möglich sein, wenn der Mitarbeiter die Gegenstände für seine Arbeitsleistung benötigt. In allen anderen Fällen besteht kein Haftungsanspruch gegen den Arbeitgeber (LAG Hamm, Urteil vom 21. 1. 2016, 18 Sa 1409/15).

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