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Anonyme Bewerbungen – gut fürs Gewissen, schlecht fürs Unternehmen?

Lesezeit: 2 Minuten Menschen ab 50 Jahren bringen keine Leistung mehr, junge Frauen können schwanger werden - bestimmte Menschengruppen werden im Bewerbungsprozess von vornherein abgelehnt. Kandidaten, welche besser in das Betriebsbild passen, haben bessere Chancen. Eine anonyme Bewerbung gibt allen Bewerbern gleichgesetzte Möglichkeiten. Allerdings ergeben sich Vor- und Nachteile für Bewerber wie auch für die Firma.

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Anonyme Bewerbungen - gut fürs Gewissen, schlecht fürs Unternehmen?

Anonyme Bewerbungen – gut fürs Gewissen, schlecht fürs Unternehmen?

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Die anonyme Bewerbung – Stellenanwärter „ohne Gesicht“

Zu den grundlegenden Inhalten einer vollständigen Bewerbungsmappe zählt der tabellarische Lebenslauf. Name, Geburtsdatum, Alter sowie den Familienstand wie auch andere personenbezogene Angaben. Auch das Bewerbungsfoto entfällt. Die unpersönliche Aufmachung dieser Schreiben soll im Bewerbungsverfahren Chancengleichheit für Menschen, zum Beispiel aller Religionen und Altersgruppen schaffen.

Wer eine solche Mappe vorgelegt bekommt, wird anhand der angegebenen Informationen auswerten müssen, ohne Vorurteile zu fällen. Anonyme Bewerbungen erfordern keine spezielle Formatierung, da der Lebenslauf in seiner Unterteilung bestehen bleibt. Lediglich die persönlichen Daten werden nicht eingebracht. Ebenso müssen keine bestimmten Voraussetzungen erfüllt werden, da jeder Jobsucher diese Art der Bewerbung abgeben darf.

Selbstredend ist Anonymität keine Garantie dafür, dass Sie die gewünschte Stelle bekommen. Auch ein Vorteil gegenüber anderen Bewerbern wird nicht unbedingt gegeben. Jedoch gehen Empfänger des Schreibens unvoreingenommen in den Bewerbungsprozess und müssen anhand der bestehenden Daten auswerten.

Vor- und Nachteile für das Unternehmen

Versetzen Sie sich in die Lage des Empfängers, werden Sie feststellen, dieser mit gemischten Gefühlen an die Bewerbung tritt. Einerseits fällt der Jobsucher nicht allein wegen des Bildes oder anderen „unpassenden“ Angaben durch das Raster. Anonyme Bewerbungen enthalten andererseits nur die nötigsten Daten, wodurch sich der Arbeitgeber nur ein geringfügiges Bild vom Interessenten schaffen kann. Es gibt Unternehmen, welche ausschließlich aus jungen Mitarbeitern bestehen und sich selbst beispielsweise als „dynamisch“ bezeichnen.

Nutzen Sie anonyme Bewerbungen für sich selbst müssen Sie damit rechnen, auch nach positiver Erstauswahl im Anschluss eine Absage zu erhalten. Unpersönliche Bewerbungsunterlagen sind also nicht angebracht in Firmen, welche eine spezifische Personengruppe für die Firma suchen. Schließlich ist es nicht möglich, sich ein genaues Bild zu dem Interessenten zu schaffen. Andernfalls fällt die Wahl geeigneter Kandidaten leichter, da nur die Fähigkeiten und Kenntnisse des Bewerbers von Bedeutung sind.

Anonyme Bewerbungen aus Sicht des Jobsuchers

Senden Sie ein solches Schreiben, geben Sie nicht sofort alles Persönliche preis. Es zählen nur ihre beruflichen Erfahrungen und Qualifikationen. Dies ist ein Punkt, welcher sich vorteilig auswirken kann. Zudem bekommen Sie die Chance, sich im Vorstellungsgespräch zu beweisen und sich dort in Ihren Facetten zu zeigen. Möglicherweise haben Sie mit dem Gespräch bereits eine Etappe hinter sich gebracht, welche ohne anonyme Bewerbungen nicht gegeben wäre.

Bildnachweis: underdogstudios / stock.adobe.com

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