Businesstipps Recht

Ankündigungsfrist für Überstunden

Wissen Sie, ob und wann Sie Überstunden in Ihrem Betrieb anordnen können und welche gesetzlichen Regelungen hier gelten? Wir sagen Ihnen, was Sie beim Thema Überstunden beachten müssen.

Ankündigungsfrist für Überstunden

Generell gilt: Überstunden dürfen Sie nur anordnen, wenn Sie sich dies im Arbeitsvertrag vorbehalten haben oder aber eine Betriebsvereinbarung oder ein Tarifvertrag Ihnen dieses Recht gewährt. Ist dies nicht der Fall, sind Überstunden nur bei einem betrieblichen Notfall Pflicht. Ansonsten dürfen Ihre Mitarbeiter die Ableistung von Überstunden ablehnen.

Aber selbst wenn Sie vertraglich berechtigt sind, einseitig Überstunden anzuordnen, müssen Sie bei der Ausübung Ihres Weisungsrechts das billige Ermessen (§ 315 BGB) wahren. Damit Ihre Mitarbeiter private Belange einplanen können, müssen Sie im Regelfall die Ableistung von Überstunden rechtzeitig ankündigen.

Hinweis:
Als Faustregel für eine rechtzeitige Ankündigung von Überstunden können Sie vier Tage veranschlagen. Dies entspricht dem Rechtsgedanken des § 12 Abs. 2 TzBfG. Gemäß dieser Regelung sind Mitarbeiter dann zur Arbeitsleistung auf Abruf verpflichtet, wenn ihnen ihr Arbeitgeber den Arbeitseinsatz vier Tage im voraus mitgeteilt hat.

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