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Anatomie eines Missverständnisses – Erziehen Sie Ihren inneren Dolmetscher!

Lesezeit: < 1 Minute Stellen Sie sich vor, 2 Menschen unterhalten sich mittels eines Dolmetschers miteinander, weil sie die Sprache des Gegenübers nicht sprechen und nicht verstehen. Der Dolmetscher verdolmetscht allerdings überhaupt nicht das, was gesagt wird, sondern was er will, er lässt viel weg und erfindet auch Dinge dazu. Was hat das mit Missverständnissen zu tun? Was können Sie dagegen tun?

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Anatomie eines Missverständnisses – Erziehen Sie Ihren inneren Dolmetscher!

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Anatomie eines Missverständnisses – Erziehen Sie Ihren inneren Dolmetscher!

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Sie haben etwas gesagt und Ihr Gesprächsgegenüber hat etwas völlig anderes verstanden? Wer hat in diesen Fällen Recht? Das hängt eindeutig damit zusammen, was „wahr“-genommen wird. Wahrgenommen wird das, was der innere Dolmetscher gesagt hat, unabhängig davon, was der Sender ursprünglich gesagt hat.

Also Vorsicht! Das ist der erste Beweis dafür, dass das, was wahrgenommen wird, nicht unbedingt auch wahr ist. Aber keiner der beiden Gesprächspartner hat einen Fehler gemacht. Den entscheidenden Fehler macht der innere Dolmetscher.

Was passiert bei einem Missverständnis?

Der innere Dolmetscher macht eine Menge falsch. Wenn ein Mitbewohner in der WG im Beisein aller anderen sagt, dass sich in der Spüle das Geschirr türmt, ist das zunächst einmal eine klare Aussage. Bei den meisten mischt sich aber sofort der Dolmetscher ein, der direkt neben der Wahrnehmung steht und flüstert:

„Wir sollen das jetzt alles wegspülen“. Der innere Dolmetscher hat aus der Aussage eine Ansage gemacht. Der Pflichtbewusste spült, der Angegriffene reagiert entrüstet, der Spülturmmelder wird darauf entgegnen, dass er doch gar niemanden zum Spülen aufgefordert hat (das Missverständnis!), und der Souveräne, der sich auf seinen Dolmetscher verlassen kann, wird entscheiden, ob er spült oder nicht.

Wir sind es von klein auf gewohnt, wenn nicht sogar darauf angewiesen, „mitgeschickte Botschaften“ zu deuten, zu interpretieren, eben zu verdolmetschen. Nicht umsonst gibt es die Körpersprache, die bei jeder Aussage gewollt oder ungewollt Mit-Lieferant entscheidender Information ist.

Hier tut der Dolmetscher auch gute und wichtige Dienste, denn Körpersprache ist sozusagen universell, also verlässlich interpretierbar. Bei Worten sollte man vorsichtiger sein, und dem inneren Dolmetscher immer mal wieder den Mund verbieten, will heißen, die Aussage „unbewertet“ im Klartext wahrzunehmen. Erziehen Sie Ihren Dolmetscher! Dann spülen Sie nicht mehr so oft und regen sich nicht mehr so auf!

Bildnachweis: fizkes / stock.adobe.com

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